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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom

Das hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom ist eine durch Hantaviren verursachte Erkrankung, die mit Fieber, einer Blutungsneigung sowie einer Beteiligung der Nieren einhergeht. Die Übertragung erfolgt über den Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere, vor allem in ländlichen Gebieten Europas und Asiens.

Ursachen

Menschen infizieren sich meist durch das Einatmen von virushaltigem Staub aus getrocknetem Kot, Urin oder Speichel infizierter Nagetiere, etwa beim Reinigen von Schuppen, Kellern oder Scheunen. Auch der direkte Kontakt mit den Tieren oder deren Bissen kann zur Übertragung führen, eine Ansteckung von Mensch zu Mensch findet praktisch nicht statt.

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen treten plötzlich hohes Fieber, starke Kopf- und Rückenschmerzen sowie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl auf. Im Verlauf können sich eine Blutungsneigung sowie eine mehr oder weniger ausgeprägte Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit verminderter Urinausscheidung entwickeln.

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Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis von Antikörpern gegen Hantaviren im Blut sowie durch die Beurteilung der Nierenfunktion mittels Blutuntersuchung. Die Krankengeschichte mit möglichem Kontakt zu Nagetieren oder deren Ausscheidungen liefert wichtige Hinweise.

Behandlung

Eine spezifische, gegen das Virus gerichtete Behandlung existiert nicht, im Vordergrund steht eine unterstützende Behandlung mit sorgfältiger Überwachung des Flüssigkeitshaushalts und der Nierenfunktion. Bei ausgeprägter Nierenbeteiligung kann vorübergehend eine Dialysebehandlung erforderlich werden.

Verlauf und Prognose

Die meisten Verläufe in Europa sind vergleichsweise mild, mit vollständiger Erholung der Nierenfunktion innerhalb einiger Wochen. In anderen Weltregionen können schwerere Virusvarianten zirkulieren, die mit einem höheren Risiko für Komplikationen einhergehen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie steckt man sich an?

Meist durch Einatmen von virushaltigem Staub aus Ausscheidungen infizierter Nagetiere, etwa beim Reinigen von Schuppen oder Kellern.

Ist die Erkrankung von Mensch zu Mensch übertragbar?

Nein, eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet praktisch nicht statt.

Wie verläuft die Erkrankung in Europa meist?

Vergleichsweise mild, mit vollständiger Erholung der Nierenfunktion innerhalb einiger Wochen.

Wie kann man sich schützen?

Durch das Vermeiden von Staubaufwirbelung beim Reinigen von möglicherweise mit Nagetierkot belasteten Räumen sowie das Tragen einer Atemschutzmaske dabei.

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