Sonstige abnorme Hörempfindungen
Sonstige abnorme Hörempfindungen bezeichnen eine Gruppe unterschiedlicher, vom normalen Hörerlebnis abweichender Wahrnehmungen, die nicht in die klassischen Kategorien des Hörverlustes oder des Ohrgeräusches fallen. Zu diesen Empfindungen zählen unter anderem eine als unangenehm überhöht empfundene Lautstärkewahrnehmung, eine verzerrte oder veränderte Klangqualität wahrgenommener Geräusche sowie ein ungewöhnliches Echo- oder Hallgefühl beim Hören der eigenen Stimme. Diese Hörempfindungsstörungen können durch verschiedene, sowohl im Mittelohr als auch im Innenohr sowie im zentralen Hörsystem gelegene Ursachen entstehen.
Ursachen
Sonstige abnorme Hörempfindungen können durch eine Vielzahl unterschiedlicher Ursachen entstehen, insbesondere eine Schädigung der empfindlichen Sinneszellen im Innenohr, die zu einer veränderten Verarbeitung von Lautstärke sowie Klangqualität führen kann, eine Belüftungsstörung des Mittelohres, die zu einem veränderten Eigenklang der Stimme führt, sowie bestimmte neurologische Erkrankungen, die die zentrale Verarbeitung akustischer Signale im Gehirn beeinträchtigen. Auch bestimmte Medikamente können die Hörempfindung vorübergehend verändern.
Symptome
Sonstige abnorme Hörempfindungen äußern sich je nach zugrunde liegender Ursache sehr unterschiedlich, wobei eine überhöhte Lautstärkeempfindung, bei der bereits normal laute Geräusche als unangenehm empfunden werden, eine häufige Beschwerde darstellt. Eine veränderte Klangqualität, bei der Töne verzerrt, metallisch oder anders als gewohnt wahrgenommen werden, sowie ein störendes Echo- oder Hallgefühl beim Sprechen können ebenfalls auftreten. Diese Beschwerden können sowohl vorübergehend als auch anhaltend bestehen.
Diagnostik
Die Diagnose sonstiger abnormer Hörempfindungen wird durch eine umfassende Hörprüfung gestellt, die sowohl das Hörvermögen für verschiedene Frequenzen als auch die subjektive Wahrnehmung der Lautstärke sowie Klangqualität erfasst. Eine sorgfältige neurologische Untersuchung sowie eine Untersuchung des Mittelohres auf eine mögliche Belüftungsstörung ergänzen die Diagnostik, um die genaue zugrunde liegende Ursache zu identifizieren.
Behandlung
Die Behandlung sonstiger abnormer Hörempfindungen richtet sich vollständig nach der zugrunde liegenden Ursache, wobei eine Belüftungsstörung des Mittelohres gezielt behandelt wird sowie eine bereits eingetretene Innenohrschädigung durch eine angepasste Hörgeräteversorgung kompensiert werden kann. Eine zugrunde liegende neurologische Erkrankung wird nach den entsprechenden Grundsätzen behandelt.
Verlauf und Prognose
Die Prognose sonstiger abnormer Hörempfindungen hängt entscheidend von der zugrunde liegenden Ursache ab, wobei sich vorübergehende, durch eine Belüftungsstörung oder ein Medikament verursachte Beschwerden nach Beseitigung der Ursache in aller Regel wieder zurückbilden. Eine durch eine bleibende Innenohrschädigung verursachte, abnorme Hörempfindung kann dagegen dauerhaft bestehen bleiben, wobei eine gezielte Hörgeräteversorgung die Alltagsbewältigung deutlich verbessern kann.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Sonstige abnorme Hörempfindungen: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist ein Beispiel für eine abnorme Hörempfindung?
Eine überhöhte, als unangenehm empfundene Lautstärkewahrnehmung.
Wodurch kann eine veränderte Klangqualität entstehen?
Durch eine Schädigung der Sinneszellen im Innenohr.
Was kann einen veränderten Eigenklang der Stimme verursachen?
Eine Belüftungsstörung des Mittelohres.
Wie wird eine bleibende Innenohrschädigung kompensiert?
Durch eine angepasste Hörgeräteversorgung.
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