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Augen & Sehkraft

Heterophorie (latentes Schielen)

Die Heterophorie, umgangssprachlich auch als latentes Schielen bezeichnet, beschreibt eine verborgene Abweichung der Augenstellung, die unter normalen Umständen durch die aktive Zusammenarbeit beider Augen vollständig ausgeglichen wird, sodass kein sichtbares Schielen sowie kein Doppeltsehen auftritt. Diese Fehlstellung wird erst dann sichtbar, wenn die normale Zusammenarbeit beider Augen unterbrochen wird, etwa wenn eines der beiden Augen kurzzeitig abgedeckt wird. Eine Heterophorie ist bei einem großen Teil der Bevölkerung in geringem Ausmaß vorhanden sowie verursacht meist keine Beschwerden, kann jedoch bei stärkerer Ausprägung oder bei Ermüdung zu Kopfschmerzen sowie Sehbeschwerden führen.

Ursachen

Die Heterophorie entsteht durch ein geringes Ungleichgewicht der äußeren Augenmuskeln, das unter normalen Umständen durch eine ständige, aktive Korrektur der Augenstellung durch das Gehirn ausgeglichen wird. Dieses Ungleichgewicht kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens durch eine Veränderung der Sehschärfe, eine zunehmende Ermüdung der Augenmuskulatur oder allgemeine körperliche Erschöpfung verstärkt bemerkbar machen.

Symptome

Die Heterophorie verursacht bei den meisten Betroffenen keine Beschwerden, da die verborgene Fehlstellung durch die normale Zusammenarbeit beider Augen zuverlässig ausgeglichen wird. Bei einer stärker ausgeprägten Heterophorie oder bei Ermüdung, insbesondere nach längerer Naharbeit am Bildschirm oder beim Lesen, kann die ausgleichende Funktion nachlassen, wodurch Kopfschmerzen, ein Druckgefühl hinter den Augen, eine erhöhte Ermüdbarkeit der Augen sowie gelegentlich ein kurzzeitiges Verschwimmen des Sehens auftreten können.

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Diagnostik

Die Diagnose der Heterophorie wird durch eine augenärztliche oder optometrische Untersuchung gestellt, bei der eines der beiden Augen kurzzeitig abgedeckt sowie anschließend die Reaktion beim Wiederaufdecken beobachtet wird, um die verborgene Fehlstellung sichtbar zu machen. Eine gezielte Messung des Ausmaßes der Heterophorie sowie eine Beurteilung der Zusammenarbeit beider Augen ergänzen die Untersuchung.

Behandlung

Eine geringgradige, beschwerdefreie Heterophorie bedarf keiner spezifischen Behandlung. Bei einer stärker ausgeprägten Heterophorie mit begleitenden Beschwerden können gezielte, die Augenmuskulatur trainierende Übungen, eine speziell angepasste Brille mit ausgleichenden Prismengläsern oder, in seltenen, ausgeprägten Fällen, eine operative Korrektur der Augenmuskulatur erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Heterophorie ist bei den meisten Betroffenen sehr gut, da die verborgene Fehlstellung durch die normale Zusammenarbeit beider Augen zuverlässig kompensiert wird sowie keine gesundheitlichen Auswirkungen hat. Bei einer symptomatischen Heterophorie kann eine gezielte Behandlung, insbesondere mittels Prismengläsern oder Augenmuskeltraining, die begleitenden Beschwerden bei den meisten Betroffenen deutlich lindern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine Heterophorie?

Eine verborgene Fehlstellung der Augen, die durch deren Zusammenarbeit ausgeglichen wird.

Wann wird sie sichtbar?

Wenn die normale Zusammenarbeit beider Augen unterbrochen wird, etwa beim Abdecken eines Auges.

Welche Beschwerden können bei Ermüdung auftreten?

Kopfschmerzen sowie ein Druckgefühl hinter den Augen.

Wie kann eine symptomatische Heterophorie behandelt werden?

Mit speziellen Prismengläsern oder Augenmuskeltraining.

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