Sepsis beim Neugeborenen durch Streptokokken der Gruppe B
Die Sepsis beim Neugeborenen durch Streptokokken der Gruppe B ist eine schwere bakterielle Blutstrominfektion, die durch Bakterien der Gruppe B ausgelöst wird, welche viele Frauen unbemerkt im Genitaltrakt tragen. Sie zählt zu den häufigsten und gefährlichsten Ursachen einer bakteriellen Infektion in den ersten Lebenstagen und wird deshalb im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge gezielt beachtet.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die Übertragung erfolgt meist während der Geburt, wenn das Kind mit den im Genitaltrakt der Mutter vorhandenen Streptokokken der Gruppe B in Kontakt kommt. Ein besonders hohes Risiko besteht bei einem vorzeitigen Blasensprung, einer Frühgeburt oder wenn die Mutter selbst bereits Fieber während der Geburt entwickelt.
Symptome
Die Erkrankung beginnt häufig innerhalb der ersten Lebensstunden bis Lebenstage mit Atemproblemen, Trinkschwäche, Temperaturschwankungen und einem allgemein reduzierten Zustand des Kindes. Ohne rasche Behandlung kann sich die Infektion schnell zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen ausweiten.
Diagnostik
Bereits während der Schwangerschaft wird die Mutter routinemäßig auf eine Besiedlung mit Streptokokken der Gruppe B untersucht, um das Übertragungsrisiko einschätzen zu können. Beim erkrankten Neugeborenen wird die Diagnose durch eine Blutkultur sowie ergänzende Entzündungswerte im Blut gesichert.
Behandlung
Bei bekannter mütterlicher Besiedlung erhält die Mutter während der Geburt vorbeugend ein Antibiotikum über die Vene, um die Übertragung auf das Kind zu verringern. Erkrankt das Neugeborene dennoch, wird es umgehend intensivmedizinisch mit Antibiotika über die Vene sowie unterstützenden Maßnahmen für Kreislauf und Atmung behandelt.
Verlauf und Prognose
Mit rechtzeitiger Erkennung und Behandlung überstehen die meisten betroffenen Kinder die Infektion gut. Wird die Behandlung verzögert begonnen, steigt das Risiko für schwere Komplikationen wie eine Hirnhautentzündung mit möglichen bleibenden Folgen deutlich an.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie wird die Infektion meist übertragen?
Meist während der Geburt durch Kontakt mit den im Genitaltrakt der Mutter vorhandenen Streptokokken der Gruppe B.
Wie wird das Übertragungsrisiko gesenkt?
Durch eine vorbeugende Antibiotikagabe an die Mutter während der Geburt bei bekannter Besiedlung.
Woran zeigt sich die Erkrankung beim Neugeborenen?
Durch Atemprobleme, Trinkschwäche, Temperaturschwankungen und einen reduzierten Allgemeinzustand.
Welche Komplikation droht bei verzögerter Behandlung?
Eine Hirnhautentzündung mit möglichen bleibenden Folgen.
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