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Orthopädie & Bewegungsapparat

Schmorl-Knötchen

Die Schmorl-Knötchen, benannt nach ihrem Erstbeschreiber, bezeichnen eine gutartige Veränderung, bei der Gewebe des inneren, gallertartigen Bandscheibenkerns durch eine kleine, umschriebene Schwachstelle der angrenzenden knöchernen Wirbelkörperoberfläche in den darunter- oder darüberliegenden Wirbelkörper eindringt und dort eine charakteristische, auf Bildaufnahmen gut erkennbare Einbuchtung erzeugt. Diese Veränderung wird sehr häufig zufällig im Rahmen einer aus anderem Grund durchgeführten Bildgebung der Wirbelsäule entdeckt und verursacht bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen keinerlei eigenständige Beschwerden, sodass Schmorl-Knötchen überwiegend als ein harmloser Nebenbefund ohne eigenen Krankheitswert gelten. Schmorl-Knötchen können sowohl bereits während des Wachstumsalters als auch im Erwachsenenalter entstehen und treten mit zunehmendem Lebensalter sowie zunehmender Belastung der Wirbelsäule gehäuft auf.

Ursachen

Schmorl-Knötchen entstehen durch eine kleine, umschriebene Schwachstelle der knöchernen Deck- oder Grundplatte eines Wirbelkörpers, durch die das gallertartige Gewebe des inneren Bandscheibenkerns unter dem im Alltag auf die Wirbelsäule einwirkenden Druck in den angrenzenden Wirbelkörper eindringen kann. Eine solche Schwachstelle kann bereits während des Wachstumsalters im Rahmen einer normalen, jedoch ungleichmäßigen Ausreifung der Wirbelkörper entstehen, während sie im Erwachsenenalter häufiger im Zusammenhang mit einer altersbedingt verminderten Knochendichte oder einer vorausgegangenen Verletzung der Wirbelsäule auftritt. Eine wiederholte, insbesondere axiale mechanische Belastung der Wirbelsäule, etwa bei bestimmten sportlichen Aktivitäten, kann die Entstehung von Schmorl-Knötchen zusätzlich begünstigen.

Symptome

Schmorl-Knötchen verursachen bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen keinerlei eigenständige Beschwerden und werden daher meist zufällig im Rahmen einer aus anderem Grund durchgeführten Bildgebung der Wirbelsäule entdeckt. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen, insbesondere bei besonders großen oder akut entstandenen Schmorl-Knötchen, können lokale Rückenschmerzen auftreten, die sich bei Belastung der betroffenen Wirbelsäulenregion verstärken können, wobei ein eindeutiger ursächlicher Zusammenhang zwischen den Schmorl-Knötchen selbst sowie den bestehenden Rückenschmerzen im Einzelfall nicht immer sicher hergestellt werden kann, da Rückenschmerzen sehr häufig auch unabhängig von zufällig entdeckten Schmorl-Knötchen bestehen.

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Diagnostik

Die Diagnose der Schmorl-Knötchen wird durch eine Bildgebung der Wirbelsäule gestellt, wobei sowohl eine Röntgenaufnahme als auch, mit noch deutlicherer Darstellung, eine Magnetresonanztomografie die charakteristische Einbuchtung des Bandscheibengewebes in den angrenzenden Wirbelkörper direkt sichtbar machen kann. Da Schmorl-Knötchen sehr häufig als Zufallsbefund entdeckt werden, ist eine sorgfältige klinische Einordnung erforderlich, um zu beurteilen, ob die bei einer betroffenen Person tatsächlich bestehenden Rückenschmerzen ursächlich mit dem bildgebenden Befund in Zusammenhang stehen oder ob eine andere, eigenständige Ursache für die Beschwerden vorliegt. Eine sorgfältige Abgrenzung von anderen, ernsteren Veränderungen der Wirbelkörperstruktur ist bei unklarem oder untypischem Befund von Bedeutung.

Behandlung

Bei beschwerdefreien, zufällig entdeckten Schmorl-Knötchen ist keine spezifische Behandlung notwendig, sondern lediglich eine Aufklärung der betroffenen Person über die überwiegend harmlose Natur dieses Befundes ausreichend. Bei Betroffenen mit bestehenden, möglicherweise mit den Schmorl-Knötchen in Zusammenhang stehenden Rückenschmerzen kommen dieselben allgemeinen Behandlungsmaßnahmen wie bei unspezifischen Rückenschmerzen zum Einsatz, insbesondere eine gezielte physiotherapeutische Behandlung zur Kräftigung der stabilisierenden Rückenmuskulatur sowie bei Bedarf schmerzlindernde Medikamente. Eine operative Behandlung ist bei Schmorl-Knötchen praktisch nie notwendig, da es sich um eine gutartige, nicht fortschreitend bedrohliche Veränderung handelt.

Verlauf und Prognose

Die Prognose bei Schmorl-Knötchen ist ausgezeichnet, da es sich um eine gutartige Veränderung ohne eigenen bedeutsamen Krankheitswert handelt, die bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen zu keiner Zeit Beschwerden verursacht sowie keine fortschreitende Bedrohung für die Gesundheit der Wirbelsäule darstellt. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen mit tatsächlich bestehenden, den Schmorl-Knötchen zugeschriebenen Rückenschmerzen bessern sich die Beschwerden bei den meisten Betroffenen unter einer allgemeinen, unspezifischen Rückenschmerzbehandlung zuverlässig. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle ist bei beschwerdefreien Schmorl-Knötchen nicht erforderlich, da eine relevante Größenzunahme oder Verschlechterung im weiteren Leben nicht zu erwarten ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Sind Schmorl-Knötchen gefährlich?

Nein, sie gelten überwiegend als harmloser Nebenbefund ohne eigenen Krankheitswert.

Wie werden Schmorl-Knötchen meist entdeckt?

Überwiegend zufällig im Rahmen einer aus anderem Grund durchgeführten Bildgebung der Wirbelsäule.

Verursachen Schmorl-Knötchen immer Rückenschmerzen?

Nein, bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen verursachen sie keinerlei Beschwerden.

Ist eine operative Behandlung notwendig?

Praktisch nie, da es sich um eine gutartige, nicht fortschreitend bedrohliche Veränderung handelt.

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