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Vergiftungen

Vergiftung durch Schleifendiuretika

Schleifendiuretika sind kräftig wirkende Entwässerungsmittel, die bei Herzschwäche, Wassereinlagerungen und Nierenerkrankungen eingesetzt werden. Sie steigern die Urinausscheidung stark. Bei Überdosierung entziehen sie dem Körper zu viel Wasser und Salze.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosierung, zu wenig Trinken, heißes Wetter, Erbrechen oder Durchfall bei gleichzeitiger Einnahme und höheres Alter. Auch versehentliche Einnahme durch Kinder und Missbrauch zur Gewichtsabnahme kommen vor.

Symptome

Typisch sind starker Harndrang, Durst, trockene Schleimhäute, Schwindel beim Aufstehen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Weitere Folgen sind Muskelkrämpfe, Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen durch Kalium- und Magnesiummangel, Verwirrtheit, Blutdruckabfall und Nierenversagen. Bei hohen Dosen droht Schwerhörigkeit und Ohrensausen.

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Diagnostik

Es werden Blutdruck, Puls, Flüssigkeitszustand, Blutsalze mit Natrium und Kalium, Nierenwerte und ein EKG untersucht.

Behandlung

Das Medikament wird abgesetzt oder reduziert. Flüssigkeit und Salze werden ersetzt, bei schweren Verlusten über die Vene, und der Herzrhythmus wird überwacht. Bei Schwindel, Ohnmacht, Herzrasen oder verminderter Urinmenge ist der Notruf 112 zu wählen.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitigem Ausgleich erholen sich die meisten Betroffenen vollständig. Hörstörungen bilden sich meist zurück. Vorbeugend werden regelmäßig Blutsalze und Nierenwerte kontrolliert und bei Erbrechen oder Durchfall die Dosis mit der Ärztin oder dem Arzt angepasst.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum sind Salze wichtig?

Kalium und Magnesium steuern Herz und Muskeln, ein Mangel kann Rhythmusstörungen auslösen.

Was tun bei Durchfall unter Entwässerungsmitteln?

Ärztlich klären, ob die Dosis vorübergehend angepasst werden muss.

Kann das Gehör betroffen sein?

Ja, bei hohen Dosen sind Ohrensausen und Schwerhörigkeit möglich.

Wer ist besonders gefährdet?

Ältere Menschen, Menschen mit Nierenschwäche und bei Hitze oder zu wenig Trinken.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

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