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Vergiftungen

Vergiftung durch Schlangengift

Die Vergiftung durch Schlangengift entsteht, wenn eine Giftschlange bei einem Biss eine komplexe Mischung verschiedener, biologisch hochwirksamer Giftstoffe in den Körper der betroffenen Person injiziert, wobei die genaue Zusammensetzung sowie Wirkung des Giftes je nach Schlangenart erheblich variiert und von örtlich begrenzten, gewebeschädigenden Wirkungen bis zu einer schweren, lebensbedrohlichen Störung der Blutgerinnung oder einer fortschreitenden Lähmung der Muskulatur reichen kann. In Mitteleuropa ist die heimische Kreuzotter die einzige nennenswerte Giftschlange, deren Biss bei den meisten gesunden Erwachsenen keine lebensbedrohliche Vergiftung verursacht, während bei Reisen in tropische sowie subtropische Regionen deutlich gefährlichere Schlangenarten eine bedeutsam ernstere Gefahr darstellen. Die richtige Erstversorgung sowie die möglichst rasche Verfügbarkeit eines gegen die jeweilige Schlangenart wirksamen Gegengifts entscheiden maßgeblich über den Verlauf einer Schlangenbissvergiftung.

Ursachen

Eine Vergiftung durch Schlangengift entsteht durch den Biss einer Giftschlange, bei dem über die spezialisierten Giftzähne der Schlange eine komplexe Mischung verschiedener Giftstoffe direkt in das Gewebe der betroffenen Person injiziert wird, wobei die genaue Zusammensetzung dieser Giftmischung je nach Schlangenart erheblich variiert sowie unterschiedliche, gewebeschädigende, blutgerinnungshemmende oder nervenlähmende Wirkungen entfalten kann. In Mitteleuropa ist die Kreuzotter die einzige heimische Giftschlange, deren Gift bei den meisten gesunden Erwachsenen überwiegend örtlich begrenzte Beschwerden verursacht. Bei Reisen in tropische sowie subtropische Regionen besteht ein deutlich höheres Risiko für einen Kontakt mit erheblich gefährlicheren Schlangenarten, deren Gift schwerere sowie potenziell lebensbedrohliche Vergiftungen verursachen kann.

Symptome

Die Symptome einer Schlangenbissvergiftung reichen von einer örtlich begrenzten Schwellung, Rötung sowie einem brennenden Schmerz an der Bissstelle bis zu einer schweren, systemischen Vergiftung mit Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufinstabilität sowie, je nach Art des aufgenommenen Giftes, einer fortschreitenden Störung der Blutgerinnung mit spontanen Blutungen oder einer aufsteigenden Lähmung der Muskulatur, die im schwersten Fall zu einer lebensbedrohlichen Lähmung der Atemmuskulatur führen kann. Die genaue Ausprägung sowie Geschwindigkeit des Auftretens der Symptome hängt maßgeblich von der Schlangenart, der injizierten Giftmenge sowie der individuellen Empfindlichkeit der betroffenen Person ab, wobei nicht jeder Schlangenbiss tatsächlich mit einer relevanten Giftinjektion verbunden ist.

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Diagnostik

Die Diagnose der Schlangenbissvergiftung wird anhand der charakteristischen Bissstelle sowie einer sorgfältigen Anamnese der Umstände des Schlangenkontakts gestellt, wobei eine möglichst genaue Identifikation der verursachenden Schlangenart, etwa anhand eines Fotos oder einer detaillierten Beschreibung, für die gezielte weitere Behandlung von entscheidender Bedeutung ist. Eine engmaschige Überwachung der Vitalfunktionen sowie eine wiederholte Blutuntersuchung der Blutgerinnung sowie weiterer betroffener Organfunktionen wird bei Anzeichen einer systemischen Vergiftung dringend empfohlen. Bei anhaltender Unklarheit über das Ausmaß der tatsächlich injizierten Giftmenge wird die betroffene Person zur Sicherheit über mehrere Stunden engmaschig überwacht, da sich schwere Symptome mitunter erst mit zeitlicher Verzögerung entwickeln.

Behandlung

Die Behandlung der Schlangenbissvergiftung beginnt mit einer Ruhigstellung sowie einem Tiefhalten der betroffenen Extremität, um eine weitere Ausbreitung des Giftes über den Körper zu verlangsamen, während von traditionellen, jedoch nicht wirksamen sowie mitunter schädlichen Maßnahmen wie dem Aussaugen der Bissstelle oder einem Abbinden der Extremität dringend abgeraten wird. Bei einer schweren, systemischen Vergiftung durch eine bekannte, hierfür geeignete Schlangenart steht ein spezifisches Gegengift zur Verfügung, das gezielt die Wirkung des aufgenommenen Giftes neutralisieren kann sowie möglichst rasch nach dem Biss verabreicht werden sollte. Eine intensivmedizinische Überwachung sowie unterstützende Behandlung der betroffenen Organfunktionen ergänzt die Behandlung bei ausgeprägter systemischer Vergiftung.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Schlangenbissvergiftung hängt entscheidend von der beteiligten Schlangenart, der injizierten Giftmenge sowie der Geschwindigkeit ab, mit der eine geeignete Behandlung, insbesondere ein gegebenenfalls notwendiges Gegengift, verfügbar ist, wobei ein Biss der heimischen Kreuzotter bei den meisten gesunden Erwachsenen eine gute Prognose mit überwiegend örtlich begrenzten Beschwerden aufweist. Bei einem Biss deutlich gefährlicherer, tropischer Schlangenarten kann die Prognose ohne rechtzeitige Verfügbarkeit eines geeigneten Gegengifts erheblich ernster ausfallen, insbesondere bei Kindern sowie älteren Menschen, deren geringeres Körpergewicht beziehungsweise eingeschränkte Organreserve das Risiko für einen schweren Verlauf zusätzlich erhöhen. Bei Reisen in Regionen mit gefährlichen Schlangenarten wird eine gezielte Vorbereitung, einschließlich der Kenntnis über die Verfügbarkeit geeigneter medizinischer Versorgung, dringend empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Welche Giftschlange kommt in Mitteleuropa heimisch vor?

Die Kreuzotter, deren Biss bei den meisten gesunden Erwachsenen überwiegend örtlich begrenzte Beschwerden verursacht.

Was sollte bei einem Schlangenbiss vermieden werden?

Traditionelle Maßnahmen wie das Aussaugen der Bissstelle oder ein Abbinden der Extremität.

Was ist die erste sinnvolle Maßnahme nach einem Schlangenbiss?

Eine Ruhigstellung sowie ein Tiefhalten der betroffenen Extremität.

Wovon hängt die Prognose entscheidend ab?

Von der beteiligten Schlangenart, der injizierten Giftmenge sowie der Geschwindigkeit der Behandlung.

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