Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Kinder & Jugendliche

Purpura anaphylactoides (Henoch-Schönlein-Purpura)

Die Purpura anaphylactoides, auch als Henoch-Schönlein-Purpura bezeichnet, ist eine entzündliche Erkrankung kleiner Blutgefäße, die überwiegend im Kindesalter auftritt sowie durch die charakteristische Kombination aus Hauteinblutungen, Gelenkbeschwerden, Bauchschmerzen sowie einer möglichen Nierenbeteiligung gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung entsteht durch eine fehlgeleitete Immunreaktion, die häufig im Anschluss an eine vorausgegangene Infektion der oberen Atemwege auftritt. Die Purpura anaphylactoides verläuft bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Kinder gutartig sowie heilt innerhalb weniger Wochen folgenlos aus.

Ursachen

Die Purpura anaphylactoides entsteht durch eine fehlgeleitete Immunreaktion, bei der sich bestimmte Immunkomplexe in den Wänden kleiner Blutgefäße ablagern sowie dort eine Entzündungsreaktion auslösen. Diese Erkrankung tritt häufig innerhalb weniger Wochen nach einer vorausgegangenen Infektion der oberen Atemwege, insbesondere einer Streptokokkeninfektion, auf. Die genaue auslösende Ursache dieser fehlgeleiteten Immunreaktion ist nicht abschließend geklärt.

Symptome

Die Purpura anaphylactoides äußert sich durch charakteristische, tastbare Hauteinblutungen, die vor allem an den Beinen sowie am Gesäß auftreten, begleitet von Gelenkschmerzen sowie -schwellungen, insbesondere der Knie- sowie Sprunggelenke. Kolikartige Bauchschmerzen können durch eine begleitende Entzündung der Darmschleimhaut entstehen. Bei einem Teil der Kinder entwickelt sich zusätzlich eine Nierenbeteiligung mit Blut oder Eiweiß im Urin, die eine sorgfältige Verlaufskontrolle erfordert.

Anzeige

Diagnostik

Die Diagnose der Purpura anaphylactoides wird überwiegend klinisch anhand der charakteristischen Kombination der Symptome gestellt. Eine Urinuntersuchung zur Beurteilung einer möglichen Nierenbeteiligung wird bei jedem betroffenen Kind empfohlen. Eine Gewebeprobe der Haut kann in unklaren Fällen zur Sicherung der Diagnose beitragen.

Behandlung

Die Behandlung der Purpura anaphylactoides erfolgt überwiegend symptomatisch, insbesondere durch Schmerzmittel bei Gelenk- sowie Bauchschmerzen sowie ausreichende Ruhe. Bei ausgeprägten Bauchbeschwerden oder einer bedeutsamen Nierenbeteiligung kann eine gezielte Behandlung mit Kortisonpräparaten erwogen werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion über mehrere Monate wird bei allen betroffenen Kindern empfohlen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Purpura anaphylactoides ist bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Kinder sehr gut, wobei sich die Beschwerden innerhalb weniger Wochen bis Monate folgenlos zurückbilden. Bei einem kleineren Teil der Kinder mit einer ausgeprägteren Nierenbeteiligung kann sich eine bleibende, langfristig behandlungsbedürftige Nierenschädigung entwickeln, weshalb eine regelmäßige Verlaufskontrolle der Nierenfunktion auch nach Abklingen der übrigen Beschwerden von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Wer ist von der Purpura anaphylactoides überwiegend betroffen?

Kinder.

Was löst sie häufig aus?

Eine vorausgegangene Infektion der oberen Atemwege.

Welche vier Bereiche können betroffen sein?

Haut, Gelenke, Bauch sowie Nieren.

Heilt sie meist folgenlos aus?

Ja, bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Kinder.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen