Pupillarmembranen
Pupillarmembranen bezeichnen feine, faden- oder häutchenartige Gewebereste, die über der Pupille verlaufen sowie als unvollständig zurückgebildete Überbleibsel eines embryonalen Blutgefäßnetzes bestehen bleiben, das während der vorgeburtlichen Entwicklung des Auges die vordere Linsenkapsel versorgt sowie sich normalerweise vor der Geburt vollständig zurückbildet. Persistierende Pupillarmembranen sind ein relativ häufiger, meist zufällig entdeckter Befund, der in der überwiegenden Mehrheit der Fälle keine bedeutsamen funktionellen Auswirkungen hat, wobei ausgedehntere Membranen in selteneren Fällen die Sehschärfe beeinträchtigen können.
Ursachen
Pupillarmembranen entstehen durch eine unvollständige Rückbildung des embryonalen Gefäßnetzes, das während der vorgeburtlichen Augenentwicklung die vordere Linsenkapsel versorgt sowie sich normalerweise bereits vor der Geburt vollständig zurückbildet. Bleiben einzelne, feine Gewebefäden dieses embryonalen Netzes bestehen, so persistieren diese als Pupillarmembranen über der Pupille. Die genaue Ursache für diese unvollständige Rückbildung ist nicht abschließend geklärt, wobei eine gewisse familiäre Häufung beobachtet wird.
Symptome
Pupillarmembranen verursachen bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen keinerlei Beschwerden sowie werden häufig zufällig im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung entdeckt. Bei ausgedehnteren, dichteren Membranen, die einen größeren Teil der Pupillenöffnung bedecken, kann eine geringfügige Beeinträchtigung der Sehschärfe auftreten, wobei dies eher die Ausnahme darstellt.
Diagnostik
Die Diagnose der Pupillarmembranen wird durch eine augenärztliche Untersuchung mittels Spaltlampe gestellt, bei der die feinen, faden- oder häutchenartigen Strukturen über der Pupille direkt sichtbar gemacht werden. Eine Prüfung der Sehschärfe dient der Beurteilung einer möglichen funktionellen Beeinträchtigung durch ausgedehntere Membranen.
Behandlung
Kleine, funktionell unbedeutsame Pupillarmembranen bedürfen keiner spezifischen Behandlung. Bei einer ausgedehnteren, die Sehschärfe deutlich beeinträchtigenden Membran kann eine gezielte, meist mittels Laser oder in einem kleinen operativen Eingriff durchgeführte Durchtrennung der störenden Gewebefäden erwogen werden, um die Pupillenöffnung sowie damit den Lichteinfall zu verbessern.
Verlauf und Prognose
Die Prognose der Pupillarmembranen ist bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen sehr gut, da es sich um einen gutartigen, funktionell meist bedeutungslosen Befund handelt, der über das gesamte weitere Leben unverändert bestehen bleiben kann, ohne die Sehschärfe zu beeinträchtigen. Bei einer funktionell relevanten, ausgedehnteren Membran führt eine gezielte Durchtrennung in aller Regel zu einer deutlichen Verbesserung der Sehschärfe.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Pupillarmembranen: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was sind Pupillarmembranen?
Feine Gewebereste eines embryonalen Blutgefäßnetzes über der Pupille.
Verursachen sie meist Beschwerden?
Nein, sie sind meist ein zufälliger, funktionell bedeutungsloser Befund.
Wann können sie die Sehschärfe beeinträchtigen?
Bei ausgedehnteren, dichteren Membranen.
Wie werden funktionell relevante Membranen behandelt?
Durch eine gezielte Durchtrennung mittels Laser oder kleinem operativen Eingriff.
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