Phosphorvergiftung
Die Phosphorvergiftung entsteht durch die Aufnahme von elementarem, meist gelbem Phosphor, der in bestimmten Feuerwerkskörpern, älteren Rattengiften oder industriellen Anwendungen vorkommt. Die Substanz ist stark giftig und kann bereits in geringen Mengen zu schweren Leberschäden führen.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Häufigste Ursachen sind das versehentliche Verschlucken phosphorhaltiger Feuerwerkskörper oder älterer Rattengiftköder, insbesondere durch Kinder, sowie ein unsachgemäßer Umgang mit elementarem Phosphor in industriellen Anwendungen. Auch Verbrennungen durch brennenden Phosphor können zu einer zusätzlichen Aufnahme über die verletzte Haut führen.
Symptome
Nach dem Verschlucken treten zunächst Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auf, wobei das Erbrochene mitunter im Dunkeln leuchten kann, gefolgt von einem beschwerdearmen Intervall von ein bis zwei Tagen. Danach kann sich eine schwere Leberschädigung mit Gelbfärbung der Haut, Blutungsneigung und, in schweren Fällen, Leberversagen entwickeln.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit Angaben zur aufgenommenen Substanz sowie engmaschige Kontrollen der Leberwerte, um eine beginnende Leberschädigung frühzeitig zu erkennen. Das charakteristische Leuchten des Erbrochenen kann ein zusätzlicher Hinweis sein.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt unterstützend mit intensivmedizinischer Überwachung der Leberfunktion, eine spezifische, gegen die Substanz gerichtete Behandlung existiert nicht. Bei schwerem Leberversagen kann im Einzelfall eine spezialisierte Behandlung bis hin zu einer Lebertransplantation erforderlich werden.
Verlauf und Prognose
Wegen des verzögerten Auftretens der Leberschädigung ist eine engmaschige Überwachung auch bei zunächst mild erscheinenden Beschwerden entscheidend. Bei rechtzeitiger Erkennung und Unterstützung ist die Prognose bei vielen Betroffenen gut, ausgeprägtes Leberversagen kann jedoch lebensbedrohlich sein.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Woran kann man eine Phosphorvergiftung manchmal erkennen?
Das Erbrochene kann im Dunkeln charakteristisch leuchten.
Warum ist eine Überwachung auch bei zunächst leichten Beschwerden wichtig?
Weil sich eine schwere Leberschädigung oft erst nach ein bis zwei beschwerdearmen Tagen entwickelt.
Welches Organ ist besonders gefährdet?
Die Leber.
Wer ist besonders gefährdet für eine versehentliche Vergiftung?
Kinder, durch den Kontakt mit phosphorhaltigen Feuerwerkskörpern oder Rattengiften.
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