Pemphigoidkrankheiten
Die Pemphigoidkrankheiten sind eine Gruppe von Autoimmunerkrankungen der Haut, bei denen sich das Immunsystem gegen Verbindungsstrukturen zwischen Oberhaut und darunterliegender Hautschicht richtet. Im Unterschied zum Pemphigus entstehen dabei pralle, stabilere Blasen.
Ursachen
Das Immunsystem bildet Antikörper gegen Verbindungsproteine zwischen Oberhaut und darunterliegender Hautschicht. Die genaue Ursache dieser fehlgeleiteten Immunreaktion ist nicht abschließend geklärt, sie tritt überwiegend bei älteren Menschen auf.
Symptome
Betroffene entwickeln pralle, stabile Blasen auf geröteter oder unauffälliger Haut, häufig begleitet von starkem Juckreiz. Im Gegensatz zum Pemphigus ist die Mundschleimhaut seltener betroffen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Hautbiopsie mit Nachweis der charakteristischen Antikörperablagerungen an der Verbindungsschicht sowie durch spezifische Antikörperbestimmungen im Blut gestellt.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer entzündungshemmenden Therapie mit Kortison, häufig zunächst als lokale Anwendung, bei ausgeprägtem Befall ergänzt durch systemische, das Immunsystem regulierende Medikamente.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf ist meist chronisch mit wechselnden Phasen der Krankheitsaktivität. Mit einer gezielten Behandlung lässt sich die Erkrankung bei den meisten Betroffenen gut kontrollieren.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Pemphigoidkrankheiten: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was sind Pemphigoidkrankheiten?
Eine Gruppe von Autoimmunerkrankungen der Haut mit prallen, stabilen Blasen.
Worin unterscheiden sie sich vom Pemphigus?
Die Blasen sind praller und stabiler, die Mundschleimhaut ist seltener betroffen.
Wer ist häufig betroffen?
Überwiegend ältere Menschen.
Wie werden Pemphigoidkrankheiten behandelt?
Durch eine entzündungshemmende Therapie mit Kortison, lokal oder systemisch.
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