Onycholysis (Nagelablösung)
Die Onycholysis, auch als Nagelablösung bezeichnet, beschreibt eine schmerzlose Loslösung der Nagelplatte von dem darunterliegenden Nagelbett, die meist vom freien Nagelrand ausgeht sowie sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit nach hinten ausbreiten kann. Der abgelöste Bereich erscheint durch die darunter eingeschlossene Luft charakteristisch weißlich verfärbt. Diese Nagelveränderung kann sowohl durch mechanische sowie chemische Einwirkungen als auch als Begleiterscheinung verschiedener Hautkrankheiten oder innerer Erkrankungen entstehen, wobei die zugrunde liegende Ursache für die Wahl der geeigneten Behandlung entscheidend ist.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die Onycholysis entsteht am häufigsten durch wiederholte mechanische Belastung, insbesondere häufiges Tippen, Klavierspielen oder das Tragen zu enger Schuhe, sowie durch chemische Einwirkungen, etwa durch häufigen Kontakt mit Nagellackentferner, Reinigungsmitteln oder bestimmten kosmetischen Produkten. Eine Nagelpilzinfektion, eine Schuppenflechte der Nägel sowie bestimmte innere Erkrankungen, insbesondere Schilddrüsenfunktionsstörungen, können ebenfalls zu einer Onycholysis führen. Auch eine phototoxische Reaktion nach Einnahme bestimmter Medikamente in Verbindung mit Sonneneinstrahlung kommt als Ursache infrage.
Symptome
Die Onycholysis äußert sich durch eine schmerzlose Ablösung der Nagelplatte vom Nagelbett, die meist am freien Nagelrand beginnt sowie sich als weißlich bis gelblich verfärbter Bereich darstellt, der durch die darunter eingeschlossene Luft sowie gegebenenfalls Ablagerungen entsteht. Der abgelöste Nagelbereich ist im Unterschied zum gesunden Nagelbett nicht schmerzhaft, wobei eine begleitende Infektion des abgelösten Raumes mit Bakterien oder Pilzen zu einer zusätzlichen Verfärbung sowie gegebenenfalls einem unangenehmen Geruch führen kann.
Diagnostik
Die Diagnose der Onycholysis wird durch eine klinische Untersuchung des betroffenen Nagels gestellt, bei der das Ausmaß sowie die Verteilung der Ablösung beurteilt werden. Eine sorgfältige Befragung nach möglichen mechanischen oder chemischen Auslösern sowie eine Untersuchung auf eine zugrunde liegende Nagelpilzinfektion oder Schuppenflechte ergänzen die Diagnostik. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende innere Erkrankung, insbesondere eine Schilddrüsenfunktionsstörung, kann eine gezielte Blutuntersuchung erfolgen.
Behandlung
Die Behandlung der Onycholysis besteht in erster Linie in der konsequenten Vermeidung des auslösenden mechanischen oder chemischen Reizes, insbesondere durch das Kurzhalten des Nagels sowie das Meiden von aggressiven Reinigungsmitteln oder Nagellackentferner am betroffenen Nagel. Liegt eine zugrunde liegende Nagelpilzinfektion oder Schuppenflechte vor, wird diese gezielt behandelt. Der abgelöste Nagelbereich sollte trocken sowie sauber gehalten werden, um eine zusätzliche Infektion des Zwischenraumes zu vermeiden.
Verlauf und Prognose
Die Prognose der Onycholysis ist bei konsequenter Beseitigung der auslösenden Ursache gut, wobei sich der Nagel im Zuge seines normalen, langsamen Wachstums über mehrere Monate wieder mit dem Nagelbett verbindet, sofern kein erneuter auslösender Reiz einwirkt. Bleibt die zugrunde liegende Ursache unbehandelt oder besteht der auslösende Reiz fort, kann sich die Ablösung weiter ausdehnen sowie chronisch bestehen bleiben, weshalb eine gezielte Behandlung einer zugrunde liegenden Erkrankung von erheblicher Bedeutung ist.
Weiterführende Informationen der Organisation
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Häufige Fragen
Ist die Nagelablösung schmerzhaft?
Nein, sie verläuft in aller Regel schmerzlos.
Was ist eine häufige mechanische Ursache?
Wiederholte Belastung durch häufiges Tippen oder zu enges Schuhwerk.
Welche Hauterkrankung kann eine Onycholysis verursachen?
Insbesondere eine Nagelpilzinfektion oder Schuppenflechte.
Wächst der Nagel wieder zusammen?
Ja, bei Beseitigung der Ursache im Zuge des normalen Nagelwachstums.
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