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Frauengesundheit

Niereninsuffizienz nach Abort, Extrauteringravidität und Molenschwangerschaft

Nach einer Fehlgeburt, einer Eileiterschwangerschaft oder einer Molenschwangerschaft kommt es in der Regel zu keinen Problemen der Nieren. In seltenen Fällen entwickelt sich jedoch eine Niereninsuffizienz, also eine eingeschränkte Fähigkeit der Nieren, Giftstoffe und Flüssigkeit auszuscheiden. Sie tritt meist als akutes Nierenversagen auf und ist Folge einer schweren Begleitkomplikation, etwa eines starken Blutverlusts oder einer Infektion, und erfordert eine rasche ärztliche Behandlung.

Ursachen

Häufigster Auslöser ist ein ausgeprägter Blutverlust mit Kreislaufschock, wodurch die Nieren nicht ausreichend durchblutet werden. Auch eine schwere Infektion des Genitaltrakts mit Ausbreitung in die Blutbahn, eine Gerinnungsstörung mit Verbrauch von Gerinnungsfaktoren oder ein starker Untergang roter Blutkörperchen können die Nieren schädigen. Selten spielen giftige Stoffe oder ein Verschluss der Harnwege eine Rolle. Bei der Molenschwangerschaft können zusätzlich hormonell bedingte Begleitprobleme hinzukommen.

Symptome

Anzeichen sind eine deutlich verminderte Urinmenge oder ausbleibende Harnausscheidung, Wassereinlagerungen in Beinen und Gesicht, Müdigkeit, Übelkeit und Atemnot bei Flüssigkeitsüberladung. Häufig bestehen zugleich die Zeichen der auslösenden Komplikation wie Blässe, schneller Puls, Fieber oder starke Blutungen. Bei fortgeschrittener Einschränkung können Verwirrtheit und Herzrhythmusstörungen durch Störungen der Blutsalze auftreten.

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Diagnostik

Blutuntersuchungen zeigen erhöhte Nierenwerte wie Kreatinin und Harnstoff sowie Veränderungen der Blutsalze und der Säure-Basen-Lage. Die Urinmenge wird genau erfasst, der Urin untersucht. Eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und Harnwege schließt einen Aufstau aus. Zugleich wird die auslösende Ursache gesucht, etwa Blutverlust, Infektion oder Gerinnungsstörung.

Behandlung

Im Vordergrund steht die Behandlung der Ursache: Blutstillung und Ausgleich des Blutverlusts, Antibiotika und die Ausräumung infizierten Gewebes bei Infektion sowie der Ausgleich von Gerinnungsstörungen. Der Flüssigkeits- und Salzhaushalt wird sorgfältig gesteuert. Reicht die Nierenfunktion trotzdem nicht aus, wird vorübergehend eine Blutwäsche, die Dialyse, eingesetzt, bis sich die Nieren erholt haben. Die Behandlung erfolgt meist auf einer Intensivstation.

Verlauf und Prognose

Wird die Ursache rasch behandelt, erholt sich die Nierenfunktion bei den meisten Frauen vollständig, auch wenn vorübergehend eine Dialyse nötig war. Bei sehr schwerer Schädigung oder verzögerter Behandlung können bleibende Einschränkungen zurückbleiben. Nach überstandener Erkrankung sind regelmäßige Kontrollen der Nierenfunktion sinnvoll, und vor einer erneuten Schwangerschaft wird eine ärztliche Beratung empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie häufig ist diese Komplikation?

Sie ist selten und tritt vor allem im Zusammenhang mit schweren Begleitkomplikationen wie starkem Blutverlust oder Infektionen auf.

Woran merkt man eine Nierenschwäche?

An deutlich verminderter Urinmenge, Wassereinlagerungen, Müdigkeit und Übelkeit, oft zusammen mit den Zeichen der auslösenden Komplikation.

Muss man dauerhaft an die Dialyse?

In der Regel nein, meist ist die Dialyse nur vorübergehend nötig, bis sich die Nieren erholt haben.

Ist eine spätere Schwangerschaft möglich?

Meist ja, sie sollte aber nach einer Nierenschädigung ärztlich vorbesprochen und begleitet werden.

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