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Kinder & Jugendliche

Karyotyp 47,XXX (Triple-X-Syndrom)

Beim Triple-X-Syndrom haben betroffene Mädchen und Frauen drei statt zwei X-Chromosomen, also 47 statt 46 Chromosomen. Die Variante tritt bei etwa einem von tausend Mädchen auf. Viele Betroffene führen ein unauffälliges Leben und erfahren nie von der Besonderheit. Die Ausprägung ist sehr unterschiedlich.

Ursachen

Ursache ist eine zufällige Fehlverteilung der Chromosomen bei der Bildung der Eizelle oder Samenzelle oder in der frühen Zellteilung. Sie ist nicht erblich im üblichen Sinne und hängt nicht vom Verhalten der Eltern ab. Ein höheres mütterliches Alter erhöht die Wahrscheinlichkeit leicht.

Symptome

Viele Mädchen sind körperlich unauffällig. Häufiger sind eine überdurchschnittliche Körpergröße, etwas geringere Muskelspannung, verzögerte Sprachentwicklung, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten sowie Unsicherheit im sozialen Bereich. Die Pubertät und Fruchtbarkeit sind meist normal. Selten kommen Nierenfehlbildungen, Krampfanfälle oder eine vorzeitig nachlassende Eierstockfunktion vor.

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Diagnostik

Die Diagnose wird durch eine Chromosomenanalyse aus Blut gestellt, oft als Zufallsbefund bei der Untersuchung in der Schwangerschaft oder bei Entwicklungsverzögerung. Bei Verdacht werden Entwicklungsstand, Sprache und Lernen beurteilt.

Behandlung

Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Hilfreich sind frühe Förderung bei Sprache, Motorik und Lernen, Logopädie, Physiotherapie und Unterstützung in Schule und Alltag. Bei Bedarf werden Begleiterkrankungen und Nierenanlage kontrolliert.

Verlauf und Prognose

Die Lebenserwartung ist normal. Mit Förderung besuchen die meisten Betroffenen reguläre Schulen und führen ein selbstständiges Leben. Eine humangenetische Beratung kann Fragen zur Familienplanung klären.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist das Triple-X-Syndrom eine Krankheit?

Es ist eine Chromosomenvariante mit sehr unterschiedlicher Ausprägung, viele Betroffene bleiben unauffällig.

Ist die Fruchtbarkeit betroffen?

Meist nicht, die meisten Frauen können Kinder bekommen.

Wird es vererbt?

In der Regel entsteht es zufällig und wird nicht vererbt.

Welche Hilfe gibt es?

Frühförderung, Logopädie, schulische Unterstützung und Beratung.

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