Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Verdauung & Magen-Darm

Intestinale Malabsorption

Die intestinale Malabsorption ist eine Störung, bei der der Darm ein oder mehrere Nährstoffe aus der Nahrung nicht ausreichend aufnehmen kann, obwohl diese über die Ernährung zugeführt werden. Je nachdem, welche Nährstoffe betroffen sind, können sich unterschiedliche Mangelerscheinungen entwickeln, die von leichten, unspezifischen Beschwerden bis zu ausgeprägter Mangelernährung reichen.

Ursachen

Eine Malabsorption kann durch Erkrankungen der Dünndarmschleimhaut wie die Zöliakie, eine unzureichende Produktion von Verdauungsenzymen der Bauchspeicheldrüse, eine gestörte Gallensäureausscheidung, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sowie eine operative Verkürzung des Dünndarms entstehen. Auch eine übermäßige bakterielle Besiedlung des Dünndarms kann die Nährstoffaufnahme erheblich beeinträchtigen.

Symptome

Typische Beschwerden sind chronischer, oft übelriechender und fettiger Durchfall, Blähungen, Gewichtsverlust sowie eine allgemeine Schwäche und Müdigkeit durch die unzureichende Nährstoffversorgung. Je nach betroffenem Nährstoff können zusätzlich spezifische Mangelerscheinungen auftreten, etwa eine Blutarmut bei Eisen- oder Vitamin-B12-Mangel oder Knochenschmerzen bei einem Mangel an Kalzium und Vitamin D.

Diagnostik

Blutuntersuchungen können verschiedene Nährstoffmängel sowie deren Ausmaß nachweisen. Eine Stuhluntersuchung kann einen erhöhten Fettgehalt im Stuhl als Hinweis auf eine gestörte Fettaufnahme zeigen. Zur Klärung der zugrunde liegenden Ursache werden je nach Verdacht eine Magen- oder Darmspiegelung mit Gewebeprobenentnahme, eine Untersuchung der Bauchspeicheldrüsenfunktion oder spezielle Atemtests zum Nachweis einer bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms eingesetzt.

Behandlung

Im Vordergrund steht die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache, etwa eine glutenfreie Ernährung bei Zöliakie oder die Einnahme von Verdauungsenzymen bei einer unzureichenden Bauchspeicheldrüsenfunktion. Bereits eingetretene Nährstoffmängel werden gezielt durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen. Bei ausgeprägter Mangelernährung kann vorübergehend eine intensivere Ernährungstherapie notwendig werden.

Verlauf und Prognose

Wird die zugrunde liegende Ursache erfolgreich behandelt, bessern sich die Beschwerden und Nährstoffmängel bei den meisten Betroffenen deutlich, wobei die vollständige Erholung je nach Ausmaß der vorbestehenden Mangelernährung Wochen bis Monate dauern kann. Bleibt die Ursache unbehandelt, können sich die Mangelerscheinungen weiter verschlechtern und zu ernsten Komplikationen wie Osteoporose oder ausgeprägter Blutarmut führen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Was verursacht den typischen fettigen Durchfall?

Eine gestörte Aufnahme von Fetten im Darm, die dazu führt, dass unverdautes Fett mit dem Stuhl ausgeschieden wird.

Welche Erkrankung ist eine häufige Ursache der Malabsorption?

Die Zöliakie, eine Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, die durch eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten ausgelöst wird.

Wie werden bereits eingetretene Mangelerscheinungen behandelt?

Durch gezielte Nahrungsergänzungsmittel, die die fehlenden Nährstoffe ausgleichen, zusätzlich zur Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.

Kann sich eine unbehandelte Malabsorption verschlechtern?

Ja, ohne Behandlung der Ursache können sich die Mangelerscheinungen weiter verschlechtern und zu ernsten Komplikationen wie Osteoporose oder ausgeprägter Blutarmut führen.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen