Hypoplasie des Kehlkopfes
Die Hypoplasie des Kehlkopfes ist eine angeborene Unterentwicklung des Kehlkopfs, bei der dessen Knorpelstrukturen kleiner oder schwächer ausgebildet sind als üblich. Sie kann bei betroffenen Säuglingen zu Atemgeräuschen und, je nach Ausmaß, zu Atembeschwerden führen.
Stand: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die Unterentwicklung entsteht durch eine gestörte Reifung der Knorpelstrukturen des Kehlkopfs während der frühen Entwicklung im Mutterleib, deren genaue Ursache meist nicht abschließend geklärt werden kann. Sie kann isoliert auftreten oder Teil eines umfassenderen Fehlbildungssyndroms der Atemwege sein.
Symptome
Typisch ist ein seit der Geburt bestehendes, hochfrequentes Atemgeräusch beim Einatmen, das sich bei Anstrengung, etwa beim Schreien oder während eines Infekts, verstärkt. Bei ausgeprägterer Unterentwicklung können zusätzlich Atembeschwerden mit erhöhter Atemarbeit auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Kehlkopfspiegelung gesichert, die die verkleinerten oder schwächer ausgebildeten Knorpelstrukturen des Kehlkopfs direkt sichtbar macht. Die Krankengeschichte mit typischem Atemgeräusch seit der Geburt liefert bereits erste Hinweise.
Behandlung
Leichte Formen ohne wesentliche Beeinträchtigung der Atmung werden häufig nur beobachtet, da sich der Kehlkopf mit dem Wachstum des Kindes weiterentwickeln kann. Bei ausgeprägter Unterentwicklung mit deutlichen Atembeschwerden kann eine operative Stabilisierung oder Erweiterung des Kehlkopfs notwendig werden.
Verlauf und Prognose
Viele Kinder mit einer leichten Kehlkopfhypoplasie zeigen im Laufe des Wachstums eine deutliche Besserung der Atemgeräusche. Bei ausgeprägteren Formen ist mit gezielter Behandlung ebenfalls eine gute Prognose zu erwarten, wobei die Beschwerden während akuter Atemwegsinfekte vorübergehend zunehmen können.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Woran erkennt man die Hypoplasie des Kehlkopfes?
An einem seit der Geburt bestehenden, hochfrequenten Atemgeräusch beim Einatmen.
Muss jede Kehlkopfhypoplasie behandelt werden?
Nein, leichte Formen ohne wesentliche Atembeeinträchtigung werden häufig nur beobachtet.
Bessert sich die Unterentwicklung mit dem Wachstum?
Bei vielen Kindern ja, da sich der Kehlkopf mit zunehmendem Alter weiterentwickeln kann.
Wann verstärken sich die Beschwerden?
Bei Anstrengung, etwa beim Schreien, sowie während akuter Atemwegsinfekte.
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