Morbus Hirschsprung
Beim Morbus Hirschsprung fehlen in einem Abschnitt des Enddarms die für die normale Darmbewegung notwendigen Nervenzellen. Dies führt bereits im Säuglingsalter zu Verstopfungsbeschwerden.
Was beim Morbus Hirschsprung fehlt
In einem Abschnitt des Enddarms, meist kurz vor dem After, fehlen Nervenzellen, die normalerweise die Darmbewegung koordinieren — der betroffene Darmabschnitt kann sich dadurch nicht richtig entspannen und den Stuhl weiterleiten.
Typisches Anzeichen bei Neugeborenen
Ein verspäteter oder ausbleibender erster Stuhlgang in den ersten Lebenstagen sowie ein aufgeblähter Bauch gelten als typische frühe Anzeichen.
Wie sich die Erkrankung bei älteren Kindern zeigen kann
Bei einem kürzeren betroffenen Darmabschnitt können sich die Beschwerden auch erst später als chronische, hartnäckige Verstopfung zeigen.
Wie die Diagnose gestellt wird
Eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel sowie eine Gewebeprobe des Enddarms, die das Fehlen der Nervenzellen nachweist, sichern die Diagnose.
Wie die Behandlung aussieht
Der betroffene Darmabschnitt wird operativ entfernt und der gesunde Darm mit dem After verbunden, wonach sich die Darmfunktion bei den meisten Kindern gut normalisiert.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Morbus Hirschsprung: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was fehlt beim Morbus Hirschsprung?
Nervenzellen in einem Abschnitt des Enddarms, die normalerweise die Darmbewegung koordinieren.
Was ist ein typisches frühes Anzeichen?
Ein verspäteter oder ausbleibender erster Stuhlgang in den ersten Lebenstagen.
Kann sich die Erkrankung auch erst später zeigen?
Ja, bei kürzerem betroffenem Darmabschnitt auch als chronische Verstopfung im Kindesalter.
Wie wird der Morbus Hirschsprung behandelt?
Der betroffene Darmabschnitt wird operativ entfernt und der gesunde Darm mit dem After verbunden.
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