Hypoplasie des Hodens und des Skrotums
Die Hypoplasie des Hodens und des Skrotums bezeichnet eine angeborene Unterentwicklung eines oder beider Hoden oder des Hodensacks. Sie entsteht während der frühen Entwicklung im Mutterleib und kann je nach Ausprägung die Hormonproduktion und die Fruchtbarkeit beeinflussen.
Ursachen
Die Unterentwicklung entsteht durch eine gestörte Anlage oder Reifung der Hoden während der frühen Schwangerschaft. Ursächlich können genetische Veränderungen, eine gestörte Hormonwirkung oder eine unzureichende Durchblutung des Hodens sein.
Symptome
Betroffene Jungen zeigen einen auffällig kleinen Hoden oder Hodensack im Vergleich zur Gegenseite. Bei beidseitiger Ausprägung kann in der Pubertät eine verzögerte oder unvollständige körperliche Entwicklung auffallen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die körperliche Untersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung des Hodens gestellt, bei der Größe und Struktur beurteilt werden können. Bei beidseitiger Ausprägung werden zusätzlich die Hormonwerte im Blut untersucht.
Behandlung
Bei einseitiger Unterentwicklung mit normal entwickeltem zweiten Hoden ist häufig keine spezifische Behandlung notwendig, es werden jedoch regelmäßige Kontrollen empfohlen. Bei beidseitiger, ausgeprägter Unterentwicklung kann eine Hormonersatztherapie in der Pubertät notwendig werden.
Verlauf und Prognose
Bei einseitiger Unterentwicklung ist die Prognose meist gut, da der andere Hoden die Funktion weitgehend übernehmen kann. Bei beidseitiger Ausprägung hängt der Verlauf von einer rechtzeitig eingeleiteten Hormonersatztherapie ab.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Hypoplasie des Hodens und des Skrotums: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was bedeutet Hypoplasie des Hodens?
Eine angeborene Unterentwicklung eines oder beider Hoden oder des Hodensacks.
Welche Anzeichen können auffallen?
Ein auffällig kleiner Hoden oder Hodensack im Vergleich zur Gegenseite.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Durch die körperliche Untersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung des Hodens.
Muss bei einseitiger Unterentwicklung immer behandelt werden?
Nicht zwangsläufig, häufig genügen regelmäßige Kontrollen.
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