Hypogonadismus
Beim Hypogonadismus produzieren die Keimdrüsen (Hoden oder Eierstöcke) zu wenig Geschlechtshormone oder zu wenige Keimzellen.
Was den Unterschied zwischen primärer und sekundärer Form ausmacht
Bei der primären Form sind die Keimdrüsen selbst geschädigt — bei der sekundären Form fehlt der steuernde Impuls aus der Hirnanhangdrüse, während die Keimdrüsen selbst grundsätzlich funktionsfähig wären.
Mögliche Ursachen
Angeborene Fehlbildungen, eine vorausgegangene Verletzung oder Operation der Keimdrüsen sowie Erkrankungen der Hirnanhangdrüse zählen zu den möglichen Ursachen eines Hypogonadismus.
Typische Beschwerden
Bei Männern vermindertes sexuelles Verlangen, Muskelschwund und Unfruchtbarkeit, bei Frauen ausbleibende oder unregelmäßige Regelblutung, sind typisch für einen Hypogonadismus.
Wie die Diagnose gestellt wird
Blutuntersuchungen der Geschlechtshormone, ergänzt um weiterführende Untersuchungen zur Klärung der Ursache, sichern die Diagnose eines Hypogonadismus.
Behandlungsansätze
Die fehlenden Geschlechtshormone werden meist gezielt ersetzt — liegt eine behandelbare Ursache wie eine Erkrankung der Hirnanhangdrüse vor, wird diese zusätzlich behandelt.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Hypogonadismus: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist ein Hypogonadismus?
Eine verminderte Funktion der Keimdrüsen mit zu geringer Hormonproduktion.
Was unterscheidet die primäre von der sekundären Form?
Bei der primären Form sind die Keimdrüsen selbst geschädigt, bei der sekundären fehlt der steuernde Impuls aus der Hirnanhangdrüse.
Welche Beschwerden sind typisch?
Je nach Geschlecht unterschiedlich, unter anderem vermindertes sexuelles Verlangen oder Zyklusstörungen.
Wie wird ein Hypogonadismus behandelt?
Meist mit gezieltem Ersatz der fehlenden Geschlechtshormone.
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