Hyperplastische Niere und Riesenniere
Die hyperplastische Niere und Riesenniere bezeichnet eine seltene angeborene Vergrößerung einer Niere über das für das Alter übliche Maß hinaus, bei der das Nierengewebe selbst regelrecht aufgebaut ist. Sie unterscheidet sich damit von Fehlbildungen mit gestörtem Gewebeaufbau wie der Nierendysplasie.
Ursachen
Die Vergrößerung entsteht durch eine übermäßige Vermehrung von an sich regelrecht aufgebautem Nierengewebe während der frühen Entwicklung im Mutterleib. Die genaue Ursache ist meist nicht bekannt.
Symptome
Viele Kinder mit einer vergrößerten Niere bleiben beschwerdefrei, da die Nierenfunktion durch die Vergrößerung selbst nicht beeinträchtigt wird. Gelegentlich fällt ein tastbarer Tumor im Bauchraum auf.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren gestellt, bei der die Größe im Vergleich zu altersüblichen Werten beurteilt wird. Bei Unsicherheit über die Gewebestruktur kann eine weiterführende Bildgebung erfolgen.
Behandlung
Bei fehlenden Beschwerden und regelrechter Nierenfunktion ist keine Behandlung notwendig, es werden jedoch regelmäßige Kontrollen empfohlen.
Verlauf und Prognose
Die Prognose ist bei den meisten Kindern sehr gut, da die Nierenfunktion durch die reine Größenzunahme in der Regel nicht beeinträchtigt wird.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Hyperplastische Niere und Riesenniere: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was unterscheidet die Riesenniere von anderen Nierenfehlbildungen?
Das Nierengewebe selbst ist regelrecht aufgebaut, nur die Größe ist vergrößert.
Verursacht die Vergrößerung meist Beschwerden?
Nein, viele Kinder bleiben beschwerdefrei.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren.
Ist eine Behandlung notwendig?
Bei fehlenden Beschwerden und regelrechter Funktion meist nicht.
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