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Augen & Sehkraft

Hornhautnarben und Hornhauttrübungen

Hornhautnarben und Hornhauttrübungen entstehen, wenn die normalerweise klare, durchsichtige Hornhaut des Auges durch eine Verletzung, Entzündung oder Infektion geschädigt wird und im Zuge der Heilung eine bleibende Trübung oder Narbe zurückbleibt. Je nach Lage und Ausdehnung der Trübung kann das Sehvermögen dabei unterschiedlich stark beeinträchtigt werden.

Ursachen

Häufige Ursachen sind mechanische Verletzungen der Hornhaut, etwa durch einen Fremdkörper oder eine Verätzung, sowie durchgemachte Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen, die eine tiefer reichende Hornhautentzündung verursacht haben. Auch bestimmte, chronisch verlaufende Augenerkrankungen sowie vorausgegangene Augenoperationen können in seltenen Fällen zu bleibenden Hornhautveränderungen führen.

Symptome

Eine kleine, am Rand der Hornhaut gelegene Trübung verursacht häufig keine oder nur geringe Sehbeeinträchtigung, während eine zentral gelegene Trübung, die direkt im Sehachsenbereich liegt, das Sehvermögen deutlich einschränken kann. Betroffene berichten je nach Ausprägung über verschwommenes Sehen, eine erhöhte Blendempfindlichkeit oder das Wahrnehmen eines weißlich-grauen Flecks auf der Hornhaut.

Diagnostik

Eine augenärztliche Untersuchung mit der Spaltlampe zeigt Lage, Größe und Tiefe der Hornhautnarbe oder -trübung. Eine Sehschärfenprüfung ermittelt das Ausmaß der tatsächlichen Sehbeeinträchtigung, spezielle Vermessungen der Hornhautoberfläche können zusätzliche Informationen für eine mögliche operative Behandlung liefern.

Behandlung

Kleine, am Rand gelegene Trübungen ohne wesentliche Sehbeeinträchtigung benötigen meist keine Behandlung. Bei zentral gelegenen, das Sehvermögen deutlich einschränkenden Narben kann eine Hornhauttransplantation notwendig werden, bei der das getrübte Hornhautgewebe durch klares Spendergewebe ersetzt wird. In ausgewählten, weniger ausgeprägten Fällen kann auch ein spezielles Laserverfahren zur Abtragung oberflächlicher Trübungen infrage kommen.

Verlauf und Prognose

Kleine, randständige Trübungen bleiben meist über Jahre unverändert und stabil, ohne das Sehvermögen wesentlich zu beeinträchtigen. Nach einer erfolgreichen Hornhauttransplantation erreichen viele Betroffene mit zuvor deutlich eingeschränktem Sehvermögen eine erhebliche Verbesserung der Sehschärfe, wobei die vollständige Erholung nach dem Eingriff mehrere Monate in Anspruch nehmen kann.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Muss jede Hornhauttrübung behandelt werden?

Nein, kleine, am Rand gelegene Trübungen ohne wesentliche Sehbeeinträchtigung benötigen meist keine Behandlung.

Wann ist eine Hornhauttransplantation notwendig?

Bei zentral gelegenen, das Sehvermögen deutlich einschränkenden Narben, bei denen andere Behandlungen nicht ausreichend helfen.

Wie lange dauert die Erholung nach einer Hornhauttransplantation?

Die vollständige Erholung des Sehvermögens kann nach dem Eingriff mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Welche Ursachen führen am häufigsten zu Hornhautnarben?

Mechanische Verletzungen wie Fremdkörper oder Verätzungen sowie durchgemachte, tiefer reichende Hornhautinfektionen.

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