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Frauengesundheit

Hirnvenenthrombose in der Schwangerschaft

Bei der Hirnvenenthrombose verschließt ein Blutgerinnsel eine Vene oder einen Sinus des Gehirns, sodass das Blut nicht abfließen kann. In der Schwangerschaft ist die Gerinnung erhöht, weshalb das Risiko steigt. Die Erkrankung ist selten, wird aber oft verkannt, weil Kopfschmerzen in der Schwangerschaft häufig sind.

Ursachen

Ursache ist die schwangerschaftsbedingt gesteigerte Gerinnungsneigung. Zusätzliche Risikofaktoren sind Gerinnungsstörungen wie Faktor-V-Leiden, Dehydratation durch Erbrechen, Infektionen, Bluthochdruck, Präeklampsie, Kaiserschnitt und hormonelle Behandlungen. Häufig tritt sie erst am Ende der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt auf.

Symptome

Typisch sind zunehmende, anhaltende Kopfschmerzen, die auf gewöhnliche Schmerzmittel schlecht ansprechen. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Krampfanfälle, Halbseitenlähmung, Sprachstörungen, Verwirrtheit und Bewusstseinsstörung. Bei Kopfschmerz mit neurologischen Ausfällen ist ein Notfall gegeben.

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Diagnostik

Magnetresonanztomografie mit Venendarstellung sichert die Diagnose und ist in der Schwangerschaft ohne Röntgenstrahlen möglich. Blutuntersuchungen prüfen Gerinnung und Entzündungswerte, oft folgt eine Untersuchung auf Gerinnungsstörungen.

Behandlung

Behandelt wird mit gerinnungshemmenden Spritzen, meist niedermolekularem Heparin, das in der Schwangerschaft sicher ist. Zusätzlich werden Krampfanfälle und Hirndruck behandelt. Die Geburt wird gemeinsam von Geburtshilfe und Neurologie geplant. Bei Kopfschmerz mit Krampf, Lähmung oder Bewusstseinsstörung ist der Notruf 112 zu wählen.

Verlauf und Prognose

Bei frühzeitiger Behandlung erholen sich die meisten Frauen gut. Schwere Verläufe können bleibende Schäden hinterlassen. Nach der Schwangerschaft wird die Gerinnungshemmung für einige Monate fortgesetzt. Bei erneuter Schwangerschaft ist eine vorbeugende Behandlung möglich.

Weiterführende Informationen der Organisation

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum steigt das Risiko in der Schwangerschaft?

Die Blutgerinnung ist erhöht, um Blutverluste bei der Geburt zu begrenzen.

Welche Kopfschmerzen sind verdächtig?

Zunehmende Schmerzen mit Erbrechen, Sehstörung, Krampf oder Lähmung.

Ist die Behandlung sicher für das Kind?

Heparin geht nicht auf das Kind über und gilt als sicher.

Wie wird sie erkannt?

Durch Magnetresonanztomografie mit Venendarstellung.

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