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Innere Medizin

Hereditäre Hypogammaglobulinämie

Die hereditäre Hypogammaglobulinämie ist eine erblich bedingte Störung der Antikörperbildung, bei der der Körper dauerhaft zu wenig Immunglobuline produziert. Im Unterschied zu vorübergehenden, altersbedingten Formen bei kleinen Kindern bleibt der Mangel bei dieser Form über das gesamte Leben bestehen und macht Betroffene anfälliger für wiederkehrende bakterielle Infektionen.

Ursachen

Der hereditären Hypogammaglobulinämie liegen genetische Veränderungen zugrunde, die die Reifung oder Funktion der antikörperbildenden B-Lymphozyten beeinträchtigen. Je nach betroffenem Gen kann die Erkrankung unterschiedlich stark ausgeprägt sein und wird meist bereits im Kindes- oder frühen Erwachsenenalter erkennbar, wenn Infektionen ungewöhnlich häufig oder schwer verlaufen.

Symptome

Kennzeichnend sind wiederkehrende bakterielle Infektionen, vor allem der Atemwege, der Nasennebenhöhlen und der Ohren, die oft schwerer oder langwieriger verlaufen als bei Menschen mit intaktem Immunsystem. Auch Magen-Darm-Infektionen und ein insgesamt verzögertes Ansprechen auf Antibiotika können auftreten.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Messung der Immunglobulinspiegel im Blut, die deutlich erniedrigt ausfallen, sowie auf die Erhebung der Krankengeschichte mit Häufung von Infektionen seit dem Kindesalter. Ergänzend werden die Funktionsfähigkeit der Antikörperbildung nach Impfungen sowie gegebenenfalls genetische Untersuchungen herangezogen, um die zugrunde liegende Ursache einzugrenzen.

Behandlung

Im Mittelpunkt der Behandlung steht die regelmäßige Substitution von Immunglobulinen, die entweder über die Vene oder unter die Haut verabreicht wird und den fehlenden Antikörperschutz ersetzt. Bakterielle Infektionen werden gezielt antibiotisch behandelt, und ein besonderes Augenmerk gilt der Vorbeugung, etwa durch frühzeitige Behandlung von Infekten.

Verlauf und Prognose

Mit einer konsequenten Immunglobulin-Substitution lässt sich die Infektanfälligkeit bei den meisten Betroffenen deutlich senken, sodass ein weitgehend normales Leben möglich ist. Ohne Behandlung drohen dagegen wiederkehrende, teils schwere Infektionen mit möglichen bleibenden Schäden etwa an der Lunge.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist die hereditäre Hypogammaglobulinämie heilbar?

Nein, sie ist angeboren und bleibt lebenslang bestehen, lässt sich aber durch Immunglobulin-Substitution gut behandeln.

Wodurch unterscheidet sie sich von der vorübergehenden Form bei Kindern?

Die transitorische Form bei Kindern bildet sich meist von selbst zurück, die hereditäre Form bleibt dauerhaft bestehen.

Wie wird die Immunglobulin-Substitution verabreicht?

Meist regelmäßig über die Vene oder als Injektion unter die Haut, je nach individueller Situation.

Können Betroffene geimpft werden?

Lebendimpfstoffe sind in der Regel nicht geeignet, andere Impfungen können je nach Immunantwort eingeschränkt wirksam sein; die Abstimmung erfolgt individuell.

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