Haarleukoplakie
Die Haarleukoplakie ist eine weißliche, nicht abwischbare, haarartig gefurchte Veränderung der Zungenschleimhaut, meist am seitlichen Zungenrand. Sie tritt vor allem bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem auf.
Ursachen
Die Haarleukoplakie entsteht durch eine Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus in der Mundschleimhaut, die vor allem bei einer ausgeprägten Schwächung des Immunsystems begünstigt wird.
Symptome
Betroffene bemerken eine weißliche, faltig-haarartig gefurchte Veränderung am seitlichen Zungenrand, die im Unterschied zu anderen weißen Belägen nicht abwischbar ist und meist keine Schmerzen verursacht.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch das typische klinische Erscheinungsbild gestellt, das sich im Unterschied zu abwischbaren Belägen nicht entfernen lässt, gegebenenfalls ergänzt durch eine Gewebeprobe.
Behandlung
Eine spezifische Behandlung der Haarleukoplakie selbst ist meist nicht erforderlich. Im Vordergrund steht die Behandlung der zugrunde liegenden Immunschwäche.
Verlauf und Prognose
Die Haarleukoplakie selbst ist gutartig und schmerzlos. Ihr Auftreten gilt als Hinweis auf eine relevante Schwächung des Immunsystems, die weiter abgeklärt werden sollte.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Haarleukoplakie: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine Haarleukoplakie?
Eine weißliche, nicht abwischbare, haarartig gefurchte Veränderung der Zungenschleimhaut.
Wodurch entsteht eine Haarleukoplakie?
Durch eine Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus, meist bei geschwächtem Immunsystem.
Ist eine Haarleukoplakie gefährlich?
Sie selbst ist gutartig, gilt aber als Hinweis auf eine relevante Immunschwäche.
Wie wird eine Haarleukoplakie behandelt?
Eine spezifische Behandlung ist meist nicht nötig, im Vordergrund steht die Behandlung der Immunschwäche.
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