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Symptome

Glukosurie (Zucker im Urin)

Im gesunden Körper filtern die Nieren Zucker aus dem Blut und nehmen ihn fast vollständig wieder auf. Liegt der Blutzucker über einer bestimmten Schwelle oder ist die Aufnahme in der Niere gestört, erscheint Traubenzucker im Urin. Man nennt das Glukosurie. Sie ist ein Hinweis, der abgeklärt werden sollte.

Ursachen

Häufigste Ursache ist ein Diabetes mellitus mit erhöhtem Blutzucker. Weitere Ursachen sind Schwangerschaftsdiabetes, angeborene Nierenglukosurie mit erniedrigter Nierenschwelle, Nierenerkrankungen, Vergiftungen und Medikamente wie SGLT2-Hemmer, die den Zuckerverlust bewusst herbeiführen.

Symptome

Kleine Mengen verursachen keine Beschwerden. Bei hohem Blutzucker kommen starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Gewichtsverlust und Pilzinfektionen im Genitalbereich hinzu. Bei angeborener Nierenglukosurie bestehen meist keine Beschwerden.

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Diagnostik

Der Urinstreifentest zeigt Zucker. Zur Abklärung werden Blutzucker nüchtern, Langzeitwert HbA1c und bei Bedarf ein Zuckerbelastungstest, Nierenwerte und Ketonkörper bestimmt.

Behandlung

Bei Diabetes werden Ernährung, Bewegung und Medikamente eingesetzt, um den Blutzucker zu senken. Bei harmloser Nierenglukosurie ist keine Behandlung nötig. Bei starkem Durst, Erbrechen, Bauchschmerzen und Verwirrtheit ist der Notruf 112 zu wählen, da eine diabetische Stoffwechselentgleisung drohen kann.

Verlauf und Prognose

Bei Diabetes hängt der Verlauf von der Blutzuckereinstellung ab. Die angeborene Form bleibt meist ohne Folgen. Regelmäßige Kontrollen sind sinnvoll.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Bedeutet Zucker im Urin immer Diabetes?

Nein, es gibt auch angeborene Nierenformen und Medikamente als Ursache.

Was untersucht die Ärztin oder der Arzt?

Blutzucker, HbA1c und Nierenwerte.

Welche Zeichen sind gefährlich?

Starker Durst mit Erbrechen, Bauchschmerzen und Verwirrtheit.

Ist der Streifentest zuverlässig?

Er ist ein guter Hinweis, ersetzt aber keine Blutuntersuchung.

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