Geburtsgeschwulst
Die Geburtsgeschwulst ist eine vorübergehende, teigige Schwellung der Kopfhaut des Neugeborenen, die durch den Druck während der Geburt entsteht und sich meist innerhalb weniger Tage von selbst zurückbildet. Sie ist die häufigste, harmloseste Form einer Weichteilschwellung am Kopf nach der Geburt.
Ursachen
Die Schwellung entsteht durch den anhaltenden Druck der Gebärmutterwand oder des Geburtskanals auf den vorangehenden Teil des kindlichen Kopfes während der Geburt, wodurch sich Flüssigkeit im Gewebe unter der Kopfhaut ansammelt. Sie tritt besonders häufig bei einer länger dauernden Geburt oder bei Anwendung einer Saugglocke auf.
Symptome
Die Geburtsgeschwulst zeigt sich als weiche, teigige Schwellung der Kopfhaut, die über die Schädelnähte hinausreichen kann und häufig eine leichte Verfärbung der Haut aufweist. Sie ist bereits unmittelbar nach der Geburt vorhanden und verursacht dem Kind keine Schmerzen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die körperliche Untersuchung des Kopfes gestellt, wobei die weiche, über die Schädelnähte hinausreichende Schwellung sie von anderen, seltener über die Nähte hinausreichenden Schwellungen wie einem Kephalhämatom unterscheidet. Weitere Untersuchungen sind bei einer typischen Geburtsgeschwulst nicht notwendig.
Behandlung
Eine Behandlung ist nicht erforderlich, da sich die Schwellung innerhalb weniger Tage von selbst zurückbildet. Die Eltern werden lediglich über den harmlosen, vorübergehenden Charakter der Schwellung aufgeklärt.
Verlauf und Prognose
Die Geburtsgeschwulst bildet sich in aller Regel innerhalb der ersten Lebenstage vollständig und folgenlos zurück. Sie hinterlässt keine bleibenden Veränderungen und beeinträchtigt die weitere Entwicklung des Kindes nicht.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Geburtsgeschwulst: Ursachen, Symptome, Verlauf
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wodurch entsteht eine Geburtsgeschwulst?
Durch den anhaltenden Druck während der Geburt auf den vorangehenden Teil des kindlichen Kopfes.
Worin unterscheidet sie sich von einem Kephalhämatom?
Sie reicht über die Schädelnähte hinaus und ist bereits unmittelbar nach der Geburt vorhanden.
Muss die Geburtsgeschwulst behandelt werden?
Nein, sie bildet sich innerhalb weniger Tage von selbst zurück.
Bleiben Folgeschäden zurück?
Nein, sie heilt in aller Regel vollständig und folgenlos ab.
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