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Innere Medizin

Eosinophilie

Die Eosinophilie bezeichnet eine über den normalen Referenzbereich hinaus erhöhte Anzahl eosinophiler Granulozyten, einer besonderen Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der körpereigenen Abwehr von Parasiten sowie bei allergischen Reaktionen spielt. Eine Eosinophilie stellt selbst keine eigenständige Erkrankung dar, sondern ein wichtiges, in einer Blutuntersuchung auffallendes Laborzeichen, das auf eine Vielzahl möglicher, zugrunde liegender Ursachen hinweisen kann, die von harmlosen allergischen Reaktionen bis zu ernsteren Erkrankungen reichen.

Ursachen

Die Eosinophilie entsteht am häufigsten im Rahmen allergischer Erkrankungen, insbesondere Asthma bronchiale, Heuschnupfen oder Nahrungsmittelallergien, sowie bei Infektionen mit bestimmten Parasiten, insbesondere Wurminfektionen. Weitere mögliche Ursachen umfassen bestimmte Hauterkrankungen, Medikamentenreaktionen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sowie, seltener, bestimmte Erkrankungen des Knochenmarks oder des lymphatischen Systems.

Symptome

Die Eosinophilie selbst verursacht keine eigenständigen Beschwerden, sondern wird zufällig im Rahmen einer Blutuntersuchung entdeckt. Die tatsächlichen Beschwerden entsprechen der zugrunde liegenden Erkrankung, wobei allergische Reaktionen mit Juckreiz, Hautausschlag oder Atembeschwerden, eine Wurminfektion mit Bauchschmerzen oder Durchfall sowie andere Ursachen mit ihren jeweils spezifischen Symptomen einhergehen können.

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Diagnostik

Die Diagnose der Eosinophilie wird durch eine Blutuntersuchung mit Bestimmung des Differentialblutbildes gestellt, das den prozentualen sowie absoluten Anteil eosinophiler Granulozyten an den weißen Blutkörperchen zeigt. Eine sorgfältige Anamnese, insbesondere hinsichtlich Allergien, Reisen in Regionen mit Wurminfektionen sowie eingenommener Medikamente, unterstützt die Suche nach der zugrunde liegenden Ursache. Weiterführende Untersuchungen richten sich nach dem konkreten Verdacht.

Behandlung

Die Behandlung der Eosinophilie richtet sich ausschließlich nach der zugrunde liegenden Ursache, wobei eine allergische Reaktion mit antiallergischen Medikamenten sowie einer Meidung des auslösenden Allergens, eine nachgewiesene Wurminfektion mit einem gezielten wurmabtötenden Medikament sowie eine Medikamentenreaktion durch Absetzen des auslösenden Wirkstoffs behandelt wird.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Eosinophilie hängt vollständig von der zugrunde liegenden Ursache sowie deren erfolgreicher Behandlung ab. Bei einer erfolgreich behandelten, harmlosen Ursache, insbesondere einer Allergie oder einer Wurminfektion, normalisiert sich die Anzahl der eosinophilen Granulozyten in aller Regel rasch, während eine anhaltende, unklare Eosinophilie eine weiterführende Abklärung erfordert, um seltenere, ernsthaftere Ursachen sicher auszuschließen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die Eosinophilie?

Eine erhöhte Anzahl eosinophiler weißer Blutkörperchen im Blut.

Was sind häufige Ursachen?

Allergische Reaktionen oder eine Wurminfektion.

Verursacht die Eosinophilie selbst Beschwerden?

Nein, sie ist ein Laborzeichen, die Beschwerden entsprechen der Grunderkrankung.

Wie wird sie behandelt?

Durch gezielte Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.

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