Dissoziierte Intelligenz
Die dissoziierte Intelligenz ist ein ungleichmäßiges geistiges Leistungsprofil, bei dem einzelne Fähigkeitsbereiche deutlich stärker oder schwächer ausgeprägt sind als andere, ohne dass insgesamt eine Intelligenzminderung vorliegt.
Stand: 17. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Eine ungleichmäßige Reifung verschiedener Hirnfunktionen, eine umschriebene Entwicklungsstörung einzelner Fähigkeitsbereiche oder eine erbliche Veranlagung können zu einem ungleichmäßigen Leistungsprofil führen.
Symptome
Betroffene zeigen deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Fähigkeitsbereichen, etwa eine überdurchschnittliche sprachliche Begabung bei gleichzeitig deutlich schwächerer räumlicher Vorstellungsfähigkeit.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine ausführliche psychologische Testung verschiedener Intelligenzbereiche gestellt, mit der sich das individuelle Leistungsprofil darstellen lässt.
Behandlung
Eine spezifische Behandlung ist meist nicht notwendig. Sinnvoll ist eine gezielte Förderung der schwächer ausgeprägten Bereiche sowie eine Berücksichtigung des individuellen Profils in Schule und Ausbildung.
Verlauf und Prognose
Mit einer auf das individuelle Profil abgestimmten Förderung lässt sich die Gesamtleistungsfähigkeit häufig gut nutzen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine dissoziierte Intelligenz?
Ein ungleichmäßiges geistiges Leistungsprofil ohne insgesamt vorliegende Intelligenzminderung.
Wodurch entsteht sie?
Durch eine ungleichmäßige Reifung verschiedener Hirnfunktionen oder erbliche Veranlagung.
Wie wird sie festgestellt?
Durch eine ausführliche psychologische Testung verschiedener Intelligenzbereiche.
Muss sie behandelt werden?
In der Regel nicht, sinnvoll ist eine gezielte Förderung der schwächeren Bereiche.
Weiterlesen
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen
Unterform der rezidivierenden depressiven Störung, bei der die aktuelle depressive Episode schwer verläuft und zusätzlich Wahnvorstellungen oder Sinnestäuschungen bestehen, während in der Vorgeschichte bereits mindestens eine weitere depressive Episode aufgetreten ist.
Weiterlesen →Psyche & NervensystemRezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert
Zustand nach mindestens zwei durchlebten depressiven Episoden, bei dem aktuell keine bedeutsamen depressiven Symptome mehr bestehen, wobei aufgrund des rezidivierenden Verlaufs weiterhin ein erhöhtes Risiko für erneute Episoden besteht.
Weiterlesen →Psyche & NervensystemTrance- und Besessenheitszustände
Dissoziative Störung, bei der Betroffene vorübergehend das Gefühl der eigenen Identität sowie die vollständige Kontrolle über Bewusstsein und Umgebungswahrnehmung verlieren, ohne dass eine körperliche oder kulturell erwartete religiöse Ursache vorliegt.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.