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Innere Medizin

Chronische Virushepatitis

Die chronische Virushepatitis bezeichnet eine über mindestens sechs Monate anhaltende, durch ein Hepatitisvirus verursachte Entzündung der Leber, die sich, im Unterschied zur akuten Verlaufsform, bei einem Teil der Betroffenen nicht innerhalb weniger Wochen von selbst zurückbildet. Diese chronische Verlaufsform kommt insbesondere bei einer Infektion mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus vor, wobei eine unbehandelte chronische Virushepatitis über Jahre bis Jahrzehnte zu einer fortschreitenden Vernarbung sowie im weiteren Verlauf zu einer Leberzirrhose führen kann. Für einen Teil der Betroffenen stehen heute wirksame, teils heilende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Ursachen

Die chronische Virushepatitis entsteht am häufigsten als Folge einer Infektion mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus, die sich, anders als bei den meisten anderen Hepatitisviren, bei einem Teil der infizierten Personen nicht vollständig zurückbildet, sondern über Jahre im Körper verbleibt sowie eine anhaltende Entzündungsreaktion in der Leber unterhält. Die Übertragung erfolgt überwiegend über infiziertes Blut sowie, bei Hepatitis B, auch über sexuelle Kontakte sowie von der Mutter auf das Kind während der Geburt.

Symptome

Die chronische Virushepatitis verläuft bei einem großen Teil der Betroffenen über lange Zeit ohne wahrnehmbare Beschwerden, weshalb sie häufig erst zufällig im Rahmen einer Routineblutuntersuchung mit auffälligen Leberwerten entdeckt wird. Bei einem Teil der Betroffenen können eine anhaltende Müdigkeit, eine verminderte Leistungsfähigkeit sowie gelegentliche Oberbauchbeschwerden auftreten. Erst im fortgeschrittenen Stadium mit bereits eingetretener Leberzirrhose können deutlichere Beschwerden, insbesondere eine Gelbfärbung der Haut sowie eine Wasseransammlung im Bauchraum, entstehen.

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Diagnostik

Die Diagnose der chronischen Virushepatitis wird durch eine Blutuntersuchung mit Nachweis der Leberwerte sowie spezifischer viraler Bestandteile oder Antikörper gestellt. Eine Bestimmung der viralen Erbgutmenge im Blut ermöglicht die Einschätzung der Infektionsaktivität sowie die Verlaufskontrolle unter Behandlung. Eine Untersuchung des Ausmaßes der bereits eingetretenen Lebervernarbung, insbesondere mittels einer speziellen Ultraschalluntersuchung, ergänzt die Diagnostik.

Behandlung

Die Behandlung der chronischen Virushepatitis hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt, wobei eine chronische Hepatitis-C-Infektion heute mit modernen, direkt antiviral wirksamen Medikamenten bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen innerhalb weniger Wochen vollständig geheilt werden kann. Eine chronische Hepatitis-B-Infektion lässt sich mit den heute verfügbaren Medikamenten in aller Regel gut unterdrücken, wobei eine vollständige Heilung seltener erreicht wird, weshalb häufig eine langfristige, kontinuierliche Behandlung notwendig ist.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der chronischen Virushepatitis hat sich durch die modernen Behandlungsmöglichkeiten erheblich verbessert, insbesondere bei der Hepatitis-C-Infektion, die heute in den meisten Fällen vollständig heilbar ist. Eine unbehandelt fortschreitende chronische Virushepatitis kann dagegen über Jahre bis Jahrzehnte zu einer Leberzirrhose sowie einem erhöhten Risiko für Leberkrebs führen, weshalb eine rechtzeitige Diagnosestellung sowie gezielte Behandlung von entscheidender Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Welche Hepatitisviren führen am häufigsten zu einer chronischen Verlaufsform?

Hepatitis B sowie Hepatitis C.

Wie wird die chronische Virushepatitis häufig entdeckt?

Zufällig durch eine Routineblutuntersuchung mit auffälligen Leberwerten.

Ist die chronische Hepatitis C heute heilbar?

Ja, mit modernen antiviralen Medikamenten bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen.

Welche Komplikation droht unbehandelt?

Eine fortschreitende Leberzirrhose sowie ein erhöhtes Leberkrebsrisiko.

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