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Innere Medizin

Chronische Pankreatitis

Die chronische Pankreatitis ist eine fortschreitende, meist über Jahre verlaufende Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die zu einer bleibenden Vernarbung des Gewebes führt. Im Gegensatz zur akuten Form erholt sich das Organ nicht vollständig zwischen den Schüben. Mit fortschreitender Zerstörung des Gewebes gehen sowohl die Produktion von Verdauungsenzymen als auch die Insulinbildung zunehmend verloren.

Ursachen

Langjähriger, übermäßiger Alkoholkonsum ist mit Abstand die häufigste Ursache in westlichen Ländern. Rauchen verstärkt das Risiko und beschleunigt das Fortschreiten zusätzlich unabhängig vom Alkoholkonsum. Seltenere Ursachen sind wiederholte, durch Gallensteine verursachte akute Schübe, genetische Veranlagungen, angeborene Fehlbildungen der Gangstrukturen sowie Autoimmunprozesse, die die Bauchspeicheldrüse gezielt angreifen.

Symptome

Kennzeichnend sind wiederkehrende oder dauerhafte Oberbauchschmerzen, die oft nach dem Essen zunehmen. Mit fortschreitender Zerstörung der enzymproduzierenden Zellen entsteht eine Verdauungsstörung mit übelriechenden, fettigen Stühlen (Steatorrhoe) und ungewolltem Gewichtsverlust, da Fette nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können. Im weiteren Verlauf kann durch den Verlust der Insulinproduktion ein Diabetes mellitus entstehen.

Diagnostik

Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomografie oder eine spezielle Magnetresonanztomografie der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge zeigen die typischen Verkalkungen, Gangveränderungen und Gewebeveränderungen. Ein Test der Fettausscheidung im Stuhl sowie die Bestimmung der Elastase im Stuhl geben Auskunft über das Ausmaß der verbliebenen Verdauungsfunktion. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen erfassen einen sich entwickelnden Diabetes frühzeitig.

Behandlung

Ein vollständiger Verzicht auf Alkohol und Nikotin ist die wichtigste Maßnahme, um das Fortschreiten zu verlangsamen. Bei Verdauungsstörungen werden Verdauungsenzyme als Kapseln zu den Mahlzeiten eingenommen, um die Fettverdauung zu unterstützen und Gewichtsverlust vorzubeugen. Schmerzen werden stufenweise behandelt, bei anhaltend starken Beschwerden oder Komplikationen wie Gangverengungen kann eine endoskopische oder chirurgische Behandlung notwendig werden. Ein entstandener Diabetes wird wie andere Diabetesformen behandelt, oft mit Insulin.

Verlauf und Prognose

Die chronische Pankreatitis schreitet meist über Jahre langsam fort und ist nicht heilbar, mit konsequentem Verzicht auf Alkohol und Nikotin lässt sich das Fortschreiten jedoch deutlich verlangsamen. Die Lebensqualität wird häufig durch chronische Schmerzen und die Verdauungsstörung eingeschränkt. Betroffene mit dieser Erkrankung haben zudem ein erhöhtes, wenn auch insgesamt geringes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs, weshalb regelmäßige ärztliche Kontrollen empfohlen werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist die chronische Pankreatitis heilbar?

Nein, das vernarbte Gewebe erholt sich nicht mehr, aber ein konsequenter Verzicht auf Alkohol und Nikotin kann das weitere Fortschreiten deutlich verlangsamen.

Warum verliert man dabei Gewicht?

Weil ohne ausreichende Verdauungsenzyme Fette und andere Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden können, was zu Mangelernährung führen kann.

Muss jeder Betroffene Insulin spritzen?

Nur wenn die Erkrankung so weit fortgeschritten ist, dass die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse überwiegend zerstört sind.

Warum ist Rauchen bei dieser Erkrankung besonders schädlich?

Rauchen beschleunigt die Vernarbung der Bauchspeicheldrüse unabhängig vom Alkoholkonsum und erhöht zusätzlich das Risiko für Komplikationen.

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