Betreuung der Mutter bei Nichteintreten des Kopfes zum Termin
Gegen Ende der Schwangerschaft senkt sich der Kopf des Kindes meist ins Becken der Mutter, bei Erstgebärenden oft schon einige Wochen vor der Geburt. Steht der Kopf zum Termin noch hoch über dem Beckeneingang, spricht man vom Nichteintreten des Kopfes. Dies ist häufig eine normale Variante, kann aber auch auf ein Missverhältnis oder eine andere Ursache hinweisen, weshalb die Situation sorgfältig beurteilt und der weitere Verlauf besprochen wird.
Ursachen
Mögliche Gründe sind ein relativ großer Kopf oder ein enges Becken, eine tief liegende Plazenta, Myome, eine ungünstige Einstellung des Kopfes, viel Fruchtwasser sowie eine Beckenendlage oder Querlage. Bei Frauen, die schon geboren haben, tritt der Kopf oft erst mit Wehenbeginn ins Becken ein, was normal ist. In vielen Fällen findet sich keine besondere Ursache.
Symptome
Die Frau bemerkt in der Regel nichts Besonderes, allenfalls dass sich der Bauch nicht wie erwartet senkt, oder dass Druck auf Zwerchfell und Magen bestehen bleibt und der Druck auf die Blase geringer bleibt. Beschwerden entstehen meist nicht durch das Nichteintreten selbst.
Diagnostik
Der Bauch wird abgetastet, um Lage und Höhe des Kindes zu beurteilen. Ein Ultraschall bestimmt Kindsgröße, Kopflage, Fruchtwassermenge und die Lage der Plazenta und schließt Hindernisse wie Myome aus. Die Beckenverhältnisse werden bei Bedarf beurteilt. Bei Unsicherheit über ein Missverhältnis werden weitere Untersuchungen erwogen.
Behandlung
Liegt kein Hindernis vor, wird abgewartet, oft tritt der Kopf mit Beginn der Wehen ein. Bewegung, aufrechte Haltungen und Positionswechsel können helfen. Ergibt sich der Verdacht auf ein Missverhältnis oder ein anderes Geburtshindernis, wird der Geburtsmodus gemeinsam besprochen; das kann ein Geburtsversuch unter Beobachtung oder ein geplanter Kaiserschnitt sein. Bei Überschreitung des Termins wird über eine Einleitung gesprochen.
Verlauf und Prognose
In den meisten Fällen tritt der Kopf spätestens unter der Geburt ins Becken ein, und die Geburt verläuft normal. Bei Hinweisen auf ein echtes Geburtshindernis wird rechtzeitig ein Kaiserschnitt geplant, was für Mutter und Kind sicher ist. Regelmäßige Kontrollen im weiteren Verlauf sichern die angemessene Betreuung.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Geburt: Ablauf, Phasen und Betreuung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist es schlimm, wenn der Kopf zum Termin noch nicht im Becken ist?
Meist nicht, besonders bei Frauen, die schon geboren haben, tritt der Kopf oft erst mit den Wehen ein.
Kann man etwas dafür tun, dass sich der Kopf senkt?
Bewegung, aufrechte Haltungen und Positionswechsel können helfen, garantieren aber nicht, dass sich der Kopf senkt.
Welche Untersuchungen werden durchgeführt?
Abtasten des Bauchs, Ultraschall zur Beurteilung von Kindsgröße, Lage und Plazenta sowie bei Bedarf Beurteilung des Beckens.
Bedeutet das einen Kaiserschnitt?
Nicht zwangsläufig, ein Kaiserschnitt wird nur bei Hinweisen auf ein echtes Geburtshindernis empfohlen.
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