Myome (Gebärmuttermyome)
Myome sind gutartige Geschwülste aus Muskel- und Bindegewebe der Gebärmutter und zählen zu den häufigsten gutartigen Tumoren bei Frauen im gebärfähigen Alter. Ein erheblicher Teil der Frauen entwickelt im Laufe des Lebens mindestens ein Myom, viele davon verursachen jedoch keine Beschwerden und werden nur zufällig entdeckt. Je nach Größe, Anzahl und Lage können sie jedoch die Regelblutung, die Fruchtbarkeit oder umliegende Organe erheblich beeinträchtigen.
Veröffentlicht: 6. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, das Wachstum der Myome wird jedoch entscheidend durch die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron beeinflusst, weshalb sie überwiegend im gebärfähigen Alter auftreten und nach den Wechseljahren häufig schrumpfen. Eine familiäre Häufung sowie ein höheres Risiko bei Frauen afrikanischer Abstammung deuten zusätzlich auf eine genetische Komponente hin. Übergewicht und ein früher Beginn der Regelblutung gelten als weitere Risikofaktoren.
Symptome
Viele Myome verursachen keine Beschwerden. Je nach Lage können jedoch verstärkte, verlängerte oder unregelmäßige Regelblutungen mit dem Risiko einer Blutarmut, ein Druckgefühl oder Schmerzen im Unterbauch, häufiger Harndrang durch Druck auf die Blase oder Verstopfung durch Druck auf den Darm auftreten. Größere oder ungünstig gelegene Myome können zudem die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Risiko für Fehlgeburten und Komplikationen in der Schwangerschaft erhöhen.
Diagnostik
Die Ultraschalluntersuchung ist die wichtigste und meist ausreichende Methode zur Diagnose, Lokalisation und Größenbestimmung von Myomen. Bei unklarem Befund, sehr großen oder untypisch gelegenen Myomen kann eine Magnetresonanztomografie zusätzliche Informationen liefern, etwa zur genauen Operationsplanung. Eine feingewebliche Untersuchung ist nur in sehr seltenen Fällen notwendig, wenn ein bösartiger Tumor nicht sicher ausgeschlossen werden kann.
Behandlung
Beschwerdefreie Myome ohne Wachstumstendenz werden häufig nur regelmäßig per Ultraschall kontrolliert, ohne dass eine Behandlung notwendig ist. Bei verstärkter Blutung können hormonelle Medikamente die Beschwerden lindern und die Myomgröße vorübergehend verringern. Bei anhaltenden Beschwerden, Kinderwunsch oder ungünstiger Lage kommen verschiedene Verfahren zur operativen Entfernung der Myome unter Erhalt der Gebärmutter infrage, ebenso wie eine Verödung der versorgenden Gefäße. Bei abgeschlossener Familienplanung und ausgeprägten Beschwerden kann in ausgewählten Fällen auch die vollständige Entfernung der Gebärmutter erwogen werden.
Verlauf und Prognose
Myome sind gutartig und wandeln sich nur in sehr seltenen Fällen bösartig um. Nach den Wechseljahren schrumpfen die meisten Myome durch den sinkenden Hormonspiegel deutlich, sodass Beschwerden häufig nachlassen. Bei rechtzeitiger, an die individuelle Situation angepasster Behandlung lassen sich die meisten Beschwerden gut kontrollieren, auch ein bestehender Kinderwunsch kann in vielen Fällen nach entsprechender Behandlung erfüllt werden.
Weiterführende Informationen der Organisation
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Häufige Fragen
Muss jedes Myom behandelt werden?
Nein, beschwerdefreie Myome ohne wesentliches Wachstum werden häufig nur beobachtet, eine Behandlung wird bei tatsächlichen Beschwerden oder Kinderwunsch erwogen.
Können Myome bösartig werden?
Eine bösartige Entartung ist sehr selten, Myome gelten grundsätzlich als gutartige Veränderungen.
Beeinträchtigen Myome immer die Fruchtbarkeit?
Nein, viele Myome, besonders kleinere oder außerhalb der Gebärmutterhöhle gelegene, beeinträchtigen die Fruchtbarkeit nicht wesentlich; größere oder ungünstig gelegene Myome können sie jedoch erschweren.
Verschwinden Myome nach den Wechseljahren von selbst?
Sie schrumpfen bei den meisten Frauen durch den sinkenden Hormonspiegel deutlich, verschwinden aber nicht immer vollständig.
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