Atrophische Hautkrankheiten
Atrophische Hautkrankheiten sind Erkrankungen, bei denen sich das Gewebe der Haut abnorm verdünnt, wodurch sie durchscheinend, faltig und verletzlicher wird als gesunde Haut. Sie können durch den natürlichen Alterungsprozess, eine langfristige Kortisonbehandlung oder bestimmte zugrunde liegende Erkrankungen entstehen.
Ursachen
Die altersbedingte Hautatrophie entsteht durch einen natürlichen Rückgang von Kollagen und elastischen Fasern in der Haut im Laufe des Lebens. Eine langfristige, insbesondere äußerlich angewendete Kortisonbehandlung kann eine ähnliche Verdünnung der Haut verursachen. Auch bestimmte Bindegewebserkrankungen, eine Unterernährung sowie eine langjährige, starke UV-Belastung können zu einer vorzeitigen Hautatrophie beitragen.
Symptome
Die betroffene Haut erscheint dünn, durchscheinend, mit sichtbar durchschimmernden Blutgefäßen und einer faltigen, papierartigen Textur. Sie ist deutlich verletzlicher als gesunde Haut, sodass bereits leichte mechanische Einwirkungen zu Einrissen oder blauen Flecken führen können. Die Wundheilung ist in den betroffenen Hautbereichen häufig verzögert.
Diagnostik
Die Diagnose wird meist bereits durch die charakteristische Blickuntersuchung der betroffenen Hautstellen gestellt. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung, etwa eine Bindegewebserkrankung, werden entsprechende weiterführende Untersuchungen eingeleitet, um die Ursache zu klären.
Behandlung
Eine ursächliche Behandlung der bereits eingetretenen Hautatrophie existiert nicht, im Vordergrund steht die Vorbeugung weiterer Schädigung durch Vermeidung übermäßiger UV-Belastung, schonende Hautpflege sowie, falls möglich, eine Reduktion einer langfristigen Kortisonbehandlung. Ein guter Schutz vor mechanischen Verletzungen, etwa durch weiche Kleidung und Polsterung gefährdeter Körperstellen, kann Hautverletzungen vorbeugen.
Verlauf und Prognose
Die bereits eingetretene Hautverdünnung ist in der Regel nicht rückgängig zu machen, schreitet jedoch bei konsequenter Vorbeugung meist nur langsam weiter fort. Die wichtigste Maßnahme bleibt der Schutz der verletzlichen Haut vor weiteren Schädigungen, um Komplikationen wie schlecht heilende Wunden zu vermeiden.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Atrophische Hautkrankheiten: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Kann man eine bereits verdünnte Haut wieder aufbauen?
Nein, die bereits eingetretene Hautverdünnung ist in der Regel nicht rückgängig zu machen, eine konsequente Vorbeugung kann jedoch das weitere Fortschreiten verlangsamen.
Warum verursacht Kortison eine Hautatrophie?
Weil eine langfristige, insbesondere äußerlich angewendete Kortisonbehandlung den Aufbau von Kollagen und elastischen Fasern in der Haut hemmen kann.
Warum verletzt sich atrophische Haut so leicht?
Weil ihr die stabilisierenden Kollagen- und elastischen Fasern fehlen, wodurch bereits leichte mechanische Einwirkungen zu Einrissen oder blauen Flecken führen können.
Was hilft, weitere Schädigung zu vermeiden?
Vermeidung übermäßiger UV-Belastung, schonende Hautpflege sowie ein guter Schutz vor mechanischen Verletzungen.
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