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Verdauung & Magen-Darm

Appendixdivertikel

Das Appendixdivertikel bezeichnet eine seltene, sackartige Ausstülpung der Wand des Wurmfortsatzes, die entweder angeboren vorhanden ist oder sich im Laufe des Lebens erworben ausbildet. Diese Ausstülpungen entstehen an Schwachstellen der Wurmfortsatzwand, insbesondere dort, wo Blutgefäße die Muskelschicht durchqueren, sowie werden häufig erst zufällig im Rahmen einer bildgebenden Untersuchung oder einer Operation entdeckt. Ein Appendixdivertikel gilt als klinisch bedeutsam, da eine Entzündung in diesem Bereich, die sogenannte Appendixdivertikulitis, ein höheres Risiko für einen frühzeitigen Durchbruch der Darmwand birgt als eine gewöhnliche Blinddarmentzündung.

Ursachen

Das Appendixdivertikel entsteht entweder als angeborene Fehlbildung der Wurmfortsatzwand oder erworben durch einen erhöhten Innendruck im Wurmfortsatz, der zu einer Ausstülpung der Wand an natürlichen Schwachstellen führt, insbesondere dort, wo versorgende Blutgefäße die Muskelschicht durchdringen. Eine chronisch erhöhte Druckbelastung, etwa durch wiederholte, unvollständige Entleerung des Wurmfortsatzinhalts, wird als begünstigender Faktor für die erworbene Form diskutiert.

Symptome

Ein unkompliziertes Appendixdivertikel verursacht in aller Regel keine eigenständigen Beschwerden sowie bleibt häufig über lange Zeit unbemerkt. Entzündet sich das Divertikel jedoch, äußert sich dies durch Bauchschmerzen im rechten Unterbauch, die den Beschwerden einer gewöhnlichen Blinddarmentzündung ähneln können, jedoch mitunter weniger stark ausgeprägt sind sowie sich langsamer entwickeln, was die rechtzeitige Erkennung erschweren kann.

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Diagnostik

Die Diagnose des Appendixdivertikels wird meist zufällig im Rahmen einer bildgebenden Untersuchung des Bauchraums, insbesondere einer Computertomographie, oder im Rahmen einer aus anderem Grund durchgeführten Operation gestellt. Bei Verdacht auf eine Entzündung des Divertikels erfolgt eine gezielte bildgebende Untersuchung, die angesichts der oft weniger typischen Beschwerden sowie der erhöhten Komplikationsgefahr eine sorgfältige sowie zeitnahe Abklärung erfordert.

Behandlung

Ein zufällig entdecktes, beschwerdefreies Appendixdivertikel wird angesichts des erhöhten Risikos für eine spätere, komplikationsträchtige Entzündung häufig durch eine vorsorgliche operative Entfernung des Wurmfortsatzes behandelt. Eine bereits eingetretene Entzündung des Divertikels wird durch eine zeitnahe operative Entfernung des Wurmfortsatzes behandelt, wobei aufgrund der erhöhten Durchbruchsgefahr eine rasche Behandlung besonders wichtig ist.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Appendixdivertikels ist bei rechtzeitiger Erkennung sowie gegebenenfalls vorsorglicher operativer Entfernung gut. Eine unerkannt bleibende Entzündung des Divertikels birgt jedoch ein höheres Risiko für einen frühzeitigen Durchbruch der Darmwand mit nachfolgender Bauchfellentzündung als eine gewöhnliche Blinddarmentzündung, weshalb bei entsprechenden Beschwerden eine rasche sowie sorgfältige ärztliche Abklärung von besonderer Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein Appendixdivertikel?

Eine sackartige Ausstülpung der Wand des Wurmfortsatzes.

Verursacht es meist Beschwerden?

Nein, es wird oft zufällig entdeckt.

Warum ist eine Entzündung des Divertikels besonders riskant?

Sie birgt ein höheres Risiko für einen frühzeitigen Durchbruch der Darmwand.

Wie wird ein entzündetes Divertikel behandelt?

Durch eine zeitnahe operative Entfernung des Wurmfortsatzes.

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