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Vergiftungen

Vergiftung durch Antivarikosa und Verödungsmittel

Antivarikosa sind Mittel gegen Krampfadern. Dazu gehören Venentonika zum Einnehmen sowie Verödungsmittel wie Polidocanol, die in Krampfadern gespritzt werden, um sie zu verschließen. Werden sie falsch dosiert oder außerhalb der Vene eingebracht, können lokale und allgemeine Schäden entstehen.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosis oder Menge des Verödungsmittels, Einspritzung neben die Vene oder in eine Arterie, sehr große Venenabschnitte und Überempfindlichkeit. Venentonika verursachen selten schwere Vergiftungen.

Symptome

Bei Einspritzung neben die Vene entstehen Schmerzen, Rötung, Schwellung und Gewebeuntergang mit Geschwüren. Gelangt das Mittel in eine Arterie, drohen Durchblutungsstörungen bis zum Gewebeverlust. Allgemein können Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Kopfschmerz, Herzklopfen, allergische Reaktionen bis zum Schock und selten Thrombosen auftreten.

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Diagnostik

Lokale Befunde, Durchblutung, Ultraschall und bei Allgemeinsymptomen Kreislauf, Blutdruck und EKG werden beurteilt.

Behandlung

Bei Fehlinjektion werden Mittel zur Verdünnung eingesetzt, das Bein hochgelagert, gekühlt und die Durchblutung überwacht. Geschwüre werden versorgt. Bei Kreislaufreaktionen, Atemnot oder Anzeichen eines allergischen Schocks ist der Notruf 112 zu wählen.

Verlauf und Prognose

Kleine Hautschäden heilen meist ab. Schwere Durchblutungsstörungen können bleibende Schäden hinterlassen. Vorbeugend werden Verödungen nur durch geschulte Fachkräfte mit geeigneter Technik, Dosis und Ultraschallkontrolle durchgeführt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein Verödungsmittel?

Ein Mittel, das in Krampfadern gespritzt wird, um sie zu verschließen.

Welche Komplikation ist am ernstesten?

Die Einspritzung in eine Arterie mit Durchblutungsstörung.

Wann ist es ein Notfall?

Bei Atemnot, Kreislaufschwäche oder starken Schmerzen mit Blässe des Beins.

Wer führt Verödungen durch?

Geschulte Ärztinnen und Ärzte, meist mit Ultraschallkontrolle.

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