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Vergiftungen

Chloroformvergiftung

Die Chloroformvergiftung entsteht durch das Einatmen oder, seltener, Verschlucken des Lösungsmittels Chloroform, das früher als Narkosemittel verwendet wurde, heute aber vor allem in bestimmten industriellen Anwendungen vorkommt. Bereits vergleichsweise geringe Mengen können zu einer betäubenden Wirkung sowie gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen.

Ursachen

Die Vergiftung entsteht meist durch das Einatmen von Chloroformdämpfen bei beruflichem Kontakt in schlecht belüfteten Räumen oder durch missbräuchliche Verwendung als Inhalationsmittel. Seltener kommt es zu einem versehentlichen Verschlucken.

Symptome

Beim Einatmen treten zunächst Schwindel, Kopfschmerzen und ein rauschartiger, betäubender Zustand auf, bei höherer Dosis Bewusstlosigkeit sowie gefährliche Herzrhythmusstörungen. Bei wiederholter oder länger anhaltender Exposition können zudem die Leber und die Nieren geschädigt werden.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte mit Angaben zur Exposition sowie die klinische Untersuchung mit Beurteilung von Bewusstseinslage, Herzrhythmus und Organfunktionen. Laboruntersuchungen der Leber- und Nierenwerte helfen, eine Organschädigung frühzeitig zu erkennen.

Behandlung

Die wichtigste Sofortmaßnahme ist das Verbringen an die frische Luft und die Unterbrechung der weiteren Exposition. Bei Bewusstlosigkeit oder Herzrhythmusstörungen ist eine umgehende notärztliche Behandlung mit Überwachung von Herz-Kreislauf-Funktion und Organen erforderlich.

Verlauf und Prognose

Bei rascher Unterbrechung der Exposition und leichteren Beschwerden ist die Prognose meist gut. Bei stärkerer Vergiftung mit Bewusstlosigkeit, Herzrhythmusstörungen oder Organschädigung besteht ein ernstes, potenziell lebensbedrohliches Risiko, das eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich machen kann.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo kommt Chloroform heute noch vor?

Vor allem in bestimmten industriellen und chemischen Anwendungen, als Narkosemittel wird es nicht mehr eingesetzt.

Welche Organe können durch Chloroform geschädigt werden?

Vor allem die Leber und die Nieren, bei wiederholter oder anhaltender Exposition.

Was ist die wichtigste Sofortmaßnahme?

Die betroffene Person an die frische Luft zu bringen und die weitere Exposition zu unterbrechen.

Warum ist eine Überwachung des Herzens wichtig?

Weil Chloroform gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen kann.

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