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Vergiftungen

Vergiftung durch Anthelminthika (Wurmmittel)

Anthelminthika sind Arzneimittel gegen Wurmerkrankungen des Darms und der Gewebe. Dazu zählen Wirkstoffe wie Mebendazol, Albendazol, Praziquantel und Ivermectin. In üblicher Dosis werden sie gut vertragen. Überdosierungen sind selten, betreffen aber Kinder und Tiere, wenn Präparate für Haustiere in falscher Menge verwendet werden.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosierung, Verwechslung mit Tierarzneimitteln, versehentliche Einnahme durch Kinder und Leberschwäche. Bei manchen Wirkstoffen begünstigt ein Freisetzen von Wurmbestandteilen Reaktionen im Körper.

Symptome

Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen und Schwindel. Bei einigen Wirkstoffen treten Nervenzeichen wie Sehstörungen, Unruhe, Verwirrtheit, Zittern und Krampfanfälle auf. Leberwerte und Blutbild können sich verändern.

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Diagnostik

Wichtig sind Wirkstoff, Menge und Zeitpunkt. Es werden Leberwerte, Blutbild, Blutsalze und Kreislauf überwacht. Das Giftinformationszentrum unterstützt die Einschätzung.

Behandlung

Es gibt meist kein spezifisches Gegenmittel. Bei größeren Mengen wird das Giftinformationszentrum oder der Notruf 112 kontaktiert, kein Erbrechen auslösen. Behandelt werden die Beschwerden, bei Krämpfen mit krampflösenden Mitteln, Kreislauf und Atmung werden überwacht.

Verlauf und Prognose

Die meisten Vergiftungen verlaufen leicht und klingen in wenigen Tagen ab. Vorbeugend sollten Wurmmittel nur nach Anweisung verwendet und Tierarzneimittel nicht bei Menschen eingesetzt werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Sind Wurmmittel für Tiere für Menschen geeignet?

Nein, die Dosierungen unterscheiden sich und können gefährlich sein.

Welche Beschwerden treten auf?

Vor allem Magen-Darm-Beschwerden, seltener Nervenzeichen und Krämpfe.

Gibt es ein Gegenmittel?

Meist nicht, die Behandlung ist unterstützend.

Was tun bei Überdosis?

Giftinformationszentrum oder den Notruf 112 anrufen und die Packung bereithalten.

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