Angeborenes Fehlen oder Hypoplasie der Nabelschnurarterie
Das angeborene Fehlen oder die Hypoplasie der Nabelschnurarterie betrifft eine der beiden Arterien, die normalerweise gemeinsam mit einer Vene die Nabelschnur durchziehen und das Kind mit der Plazenta verbinden. Fehlt eine dieser Arterien oder ist sie deutlich unterentwickelt, kann dies mit einem erhöhten Risiko für weitere Fehlbildungen einhergehen.
Ursachen
Die Nabelschnur enthält normalerweise zwei Arterien und eine Vene, wobei eine der beiden Arterien während der frühen Schwangerschaft nicht angelegt wird oder sich zurückbildet. Die genaue Ursache dieser Entwicklungsstörung ist meist nicht bekannt, sie tritt gehäuft bei Mehrlingsschwangerschaften auf.
Symptome
Der Befund selbst verursacht beim Kind keine direkten Beschwerden, ist jedoch statistisch häufiger mit Fehlbildungen der Nieren, des Herzens oder anderer Organe verbunden. Auch ein geringeres Geburtsgewicht kann in Zusammenhang mit dem Befund stehen.
Diagnostik
Der Befund wird häufig bereits während der Schwangerschaft durch eine Ultraschalluntersuchung der Nabelschnur festgestellt. Bei diesem Befund wird eine gezielte, ausführliche Ultraschalluntersuchung des Kindes durchgeführt, um mögliche begleitende Fehlbildungen zu erkennen.
Behandlung
Der Befund selbst benötigt keine Behandlung. Werden begleitende Fehlbildungen entdeckt, richtet sich die Behandlung gezielt nach diesen.
Verlauf und Prognose
Ohne begleitende Fehlbildungen ist die Prognose in aller Regel gut, viele Kinder entwickeln sich unauffällig. Bei begleitenden Fehlbildungen hängt der weitere Verlauf von deren Art und Ausmaß ab, weshalb eine sorgfältige Nachuntersuchung wichtig ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Fehlen einer Nabelschnurarterie: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie viele Arterien enthält eine Nabelschnur normalerweise?
Zwei Arterien und eine Vene.
Womit kann das Fehlen einer Arterie verbunden sein?
Mit einem erhöhten Risiko für Fehlbildungen der Nieren, des Herzens oder anderer Organe.
Wann wird der Befund meist entdeckt?
Häufig bereits während der Schwangerschaft durch eine Ultraschalluntersuchung der Nabelschnur.
Ist bei diesem Befund eine weitere Untersuchung wichtig?
Ja, eine gezielte, ausführliche Ultraschalluntersuchung des Kindes, um mögliche begleitende Fehlbildungen zu erkennen.
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