Angeborenes Fehlen der Harnblase und der Urethra
Das angeborene Fehlen der Harnblase und der Urethra ist eine sehr seltene, schwere Fehlbildung, bei der die Harnblase oder die Harnröhre während der frühen Entwicklung im Mutterleib nicht angelegt werden. Sie erfordert eine umfassende, interdisziplinäre Betreuung mit dem Ziel einer funktionierenden Harnableitung.
Stand: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die Fehlbildung entsteht durch eine schwere Störung der frühen Entwicklung der unteren Harnwege während der Schwangerschaft. Die genaue Ursache ist meist nicht bekannt und tritt häufig gemeinsam mit weiteren Fehlbildungen des Becken- und Genitalbereichs auf.
Symptome
Bereits bei der Geburt fällt das Fehlen der regelrechten Harnwege auf. Ohne eine funktionierende Harnableitung kommt es zu einem Rückstau des Urins mit Gefahr einer Schädigung der Nieren.
Diagnostik
Die Diagnose wird häufig bereits durch eine Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft vermutet und nach der Geburt durch eine umfassende Bildgebung der Harnwege bestätigt.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer möglichst frühzeitigen operativen Schaffung einer Harnableitung, um die Nierenfunktion zu schützen. Das genaue Vorgehen wird individuell durch ein spezialisiertes, interdisziplinäres Team festgelegt.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf hängt stark vom Ausmaß der Fehlbildung sowie von begleitenden Fehlbildungen ab. Mit einer frühzeitigen, spezialisierten Betreuung lässt sich die Nierenfunktion bei einem Teil der Kinder erhalten.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist bei dieser Fehlbildung betroffen?
Die Harnblase oder die Harnröhre, die nicht angelegt werden.
Wann wird die Fehlbildung häufig entdeckt?
Oft bereits durch eine Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft.
Welche Gefahr besteht ohne Behandlung?
Ein Rückstau des Urins mit Gefahr einer Schädigung der Nieren.
Wie wird die Fehlbildung behandelt?
Durch eine frühzeitige operative Schaffung einer Harnableitung durch ein spezialisiertes Team.
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