Angeborene Fehlbildungen der Lunge
Angeborene Fehlbildungen der Lunge umfassen verschiedene, während der Schwangerschaft entstehende Störungen der Lungenentwicklung, die von einem fehlenden Lungenanteil über zystische Veränderungen bis zu abnorm versorgtem, funktionslosem Lungengewebe reichen. Viele dieser Fehlbildungen werden bereits während der routinemäßigen Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft entdeckt.
Ursachen
Die verschiedenen Fehlbildungen entstehen durch eine Störung der komplexen Entwicklungsvorgänge, in denen sich die Lunge während der Schwangerschaft aus einer einfachen Gewebeknospe zu ihrer verzweigten, funktionsfähigen Struktur ausbildet. Je nachdem, in welcher Entwicklungsphase und an welcher Stelle diese Störung auftritt, entstehen unterschiedliche Arten von Fehlbildungen, deren genaue Ursache meist nicht abschließend geklärt werden kann.
Symptome
Viele Fehlbildungen verursachen beim Neugeborenen keine unmittelbaren Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Größere oder funktionell bedeutsame Fehlbildungen können jedoch bereits nach der Geburt zu Atemnot führen, da das gesunde Lungengewebe durch die Fehlbildung verdrängt wird. Bei einigen Formen besteht zudem ein erhöhtes Risiko für wiederkehrende Lungenentzündungen im betroffenen Bereich.
Diagnostik
Viele Fehlbildungen werden bereits während der Schwangerschaft im Ultraschall entdeckt, gegebenenfalls ergänzt durch eine Magnetresonanztomografie zur genaueren Beurteilung. Nach der Geburt wird die Diagnose durch eine Computertomografie der Lunge gesichert, die Art, Größe und genaue Lage der Fehlbildung sowie deren Beziehung zum umgebenden, gesunden Lungengewebe zeigt.
Behandlung
Kleine, beschwerdefreie Fehlbildungen werden häufig zunächst nur beobachtet. Bei größeren oder funktionell bedeutsamen Fehlbildungen, insbesondere solchen mit erhöhtem Infektionsrisiko oder Wachstumspotential, wird eine operative Entfernung des betroffenen Lungenabschnitts empfohlen, meist im Rahmen eines geplanten Eingriffs innerhalb der ersten Lebensmonate.
Verlauf und Prognose
Nach einer erfolgreichen operativen Entfernung der Fehlbildung ist die Prognose bei den meisten Kindern sehr gut, da das verbleibende, gesunde Lungengewebe die Funktion des entfernten Anteils in der Regel gut kompensiert. Kleine, unbehandelte Fehlbildungen können über Jahre stabil und beschwerdefrei bleiben, weshalb regelmäßige Kontrollen ausreichen können.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Angeborene Fehlbildungen der Lunge: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wann werden angeborene Lungenfehlbildungen meist entdeckt?
Viele werden bereits während der routinemäßigen Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft entdeckt.
Muss jede Fehlbildung operiert werden?
Nein, kleine, beschwerdefreie Fehlbildungen werden häufig zunächst nur beobachtet, eine Operation wird vor allem bei größeren oder funktionell bedeutsamen Befunden empfohlen.
Kann das Kind nach einer Operation normal atmen?
Ja, das verbleibende, gesunde Lungengewebe kompensiert die Funktion des entfernten Anteils bei den meisten Kindern gut.
Warum haben manche Fehlbildungen ein erhöhtes Infektionsrisiko?
Weil das fehlgebildete Gewebe funktionell beeinträchtigt ist und dadurch anfälliger für wiederkehrende Lungenentzündungen sein kann.
Weiterlesen
Atrophische Hautkrankheiten
Bei diesen Hauterkrankungen dünnt sich das Gewebe der Haut ab, wodurch sie durchscheinend, faltig oder verletzlicher wird, häufig als Folge von Alterung, Kortisonbehandlung oder bestimmten Grunderkrankungen.
Weiterlesen →Kinder & JugendlicheRachitis
Rachitis: eine Störung der Knochenmineralisierung im Kindesalter.
Weiterlesen →Kinder & JugendlichePylorusstenose
Pylorusstenose: eine verengte Magenpforte, die bei jungen Säuglingen zu schwallartigem Erbrechen führt.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.