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Allergie & Stoffwechsel

Alimentärer Selenmangel

Der alimentäre Selenmangel entsteht durch eine über längere Zeit unzureichende Zufuhr des Spurenelements Selen über die Nahrung. Selen ist Bestandteil wichtiger körpereigener Enzyme, die unter anderem die Schilddrüsenfunktion und den Schutz der Körperzellen vor Schädigung durch aggressive Sauerstoffverbindungen unterstützen, weshalb ein Mangel weitreichende Auswirkungen haben kann.

Ursachen

Da der Selengehalt von Lebensmitteln stark vom Selengehalt der Böden abhängt, in denen sie angebaut wurden, kommt ein alimentärer Selenmangel besonders in Regionen mit selenarmen Böden gehäuft vor. Zusätzlich können eine einseitige Ernährung, bestimmte Darmerkrankungen mit gestörter Nährstoffaufnahme sowie eine langfristige künstliche Ernährung ohne ausreichende Selenzufuhr zu einem Mangel beitragen.

Symptome

Ein leichter Selenmangel verursacht häufig über lange Zeit keine spürbaren Beschwerden. Bei ausgeprägtem Mangel können sich Muskelschwäche und Muskelschmerzen, eine erhöhte Infektanfälligkeit durch eine geschwächte Immunabwehr sowie, in besonders schweren Fällen, eine spezielle Form der Herzmuskelschwäche entwickeln. Auch die Schilddrüsenfunktion kann durch einen anhaltenden Selenmangel beeinträchtigt werden.

Diagnostik

Eine Blutuntersuchung kann den Selenspiegel bestimmen, wobei die Interpretation des Wertes im Zusammenhang mit der Ernährungsgeschichte und dem Herkunftsgebiet der Nahrungsmittel erfolgen sollte. Bei Verdacht auf eine bereits eingetretene Herzbeteiligung wird zusätzlich eine Herzultraschalluntersuchung durchgeführt.

Behandlung

Die Behandlung besteht in einer gezielten Erhöhung der Selenzufuhr über die Ernährung, etwa durch selenreiche Lebensmittel wie bestimmte Nüsse, Fisch und Fleisch, oder durch die Einnahme von Selen-Nahrungsergänzungsmitteln bei nachgewiesenem Mangel. Eine über den tatsächlichen Bedarf hinausgehende Einnahme sollte vermieden werden, da eine zu hohe Selenzufuhr ebenfalls schädlich sein kann.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Erkennung und ausreichender Selenzufuhr bessern sich die meisten Beschwerden eines Selenmangels innerhalb weniger Wochen bis Monate deutlich. Eine bereits eingetretene Herzmuskelschwäche kann sich je nach Ausmaß nur teilweise zurückbilden, weshalb eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig ist. In Regionen mit bekanntermaßen selenarmen Böden werden zur Vorbeugung teils gezielte Programme zur Anreicherung von Lebensmitteln durchgeführt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Warum ist Selenmangel regional unterschiedlich häufig?

Weil der Selengehalt von Lebensmitteln stark vom Selengehalt der Böden abhängt, in denen sie angebaut wurden, sodass er in Regionen mit selenarmen Böden gehäuft vorkommt.

Welche Lebensmittel enthalten viel Selen?

Vor allem bestimmte Nüsse, Fisch und Fleisch.

Kann zu viel Selen schädlich sein?

Ja, eine über den tatsächlichen Bedarf hinausgehende Selenzufuhr kann ebenfalls schädlich sein, weshalb eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nur bei nachgewiesenem Mangel erfolgen sollte.

Welches Organ kann bei schwerem Selenmangel besonders betroffen sein?

Das Herz, bei dem sich in schweren Fällen eine spezielle Form der Herzmuskelschwäche entwickeln kann.

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