Abszess des äußeren Ohres
Der Abszess des äußeren Ohres bezeichnet eine abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe der Ohrmuschel oder des äußeren Gehörgangs, die durch eine bakterielle Infektion entsteht. Diese Eiteransammlung bildet sich, wenn Bakterien über eine kleine Hautverletzung, einen entzündeten Haarfollikel oder eine bereits bestehende Entzündung in das umliegende Gewebe eindringen sowie dort eine abgekapselte, eitrige Entzündungsreaktion auslösen. Ein Abszess des äußeren Ohres verursacht in aller Regel erhebliche Schmerzen sowie erfordert eine gezielte, meist kombinierte antibiotische sowie operative Behandlung.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Der Abszess des äußeren Ohres entsteht durch eine bakterielle Infektion, die über eine kleine Hautverletzung, einen entzündeten Haarfollikel oder eine bereits bestehende, oberflächliche Hautentzündung in das tiefere Gewebe des äußeren Ohres eindringt. Eine unzureichend behandelte Entzündung des äußeren Gehörgangs sowie ein geschwächtes Immunsystem, insbesondere bei einem unzureichend eingestellten Diabetes mellitus, begünstigen die Entstehung eines Abszesses zusätzlich.
Symptome
Der Abszess des äußeren Ohres äußert sich durch eine zunehmend schmerzhafte, gerötete sowie überwärmte Schwellung im Bereich der Ohrmuschel oder des äußeren Gehörgangs, die sich bei Berührung deutlich verstärkt. Fieber sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl können bei ausgeprägter Infektion zusätzlich auftreten. Bei einem im Gehörgang gelegenen Abszess kann zusätzlich eine vorübergehende Hörminderung durch die entstandene Schwellung auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose des Abszesses des äußeren Ohres wird durch eine körperliche Untersuchung mit Beurteilung der schmerzhaften, geröteten Schwellung gestellt. Eine Ohrenspiegelung ergänzt die Untersuchung bei einem im Gehörgang gelegenen Abszess. Bei Verdacht auf eine ausgeprägte, tiefer reichende Infektion kann eine Ultraschalluntersuchung zur genaueren Beurteilung der Ausdehnung des Abszesses erfolgen.
Behandlung
Die Behandlung des Abszesses des äußeren Ohres besteht in einer gezielten antibiotischen Behandlung sowie, bei einer bereits abgekapselten Eiteransammlung, einer operativen Eröffnung sowie Entlastung des Abszesses, da eine alleinige antibiotische Behandlung angesichts der abgekapselten Eiterhöhle in aller Regel nicht ausreicht. Nach der operativen Entlastung wird die Wunde offen zur Abheilung belassen sowie regelmäßig gereinigt.
Verlauf und Prognose
Die Prognose des Abszesses des äußeren Ohres ist bei rechtzeitiger, gezielter Behandlung gut, wobei die Beschwerden nach operativer Entlastung sowie antibiotischer Behandlung innerhalb weniger Tage bis Wochen deutlich abklingen. Eine verzögerte Behandlung kann zu einer weiteren Ausbreitung der Infektion sowie, in seltenen Fällen, zu einer Beteiligung des umliegenden Knorpelgewebes führen, weshalb eine zeitnahe ärztliche Vorstellung bei entsprechenden Beschwerden empfohlen wird.
Weiterführende Informationen der Organisation
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Häufige Fragen
Was ist ein Abszess des äußeren Ohres?
Eine abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe des äußeren Ohres.
Was begünstigt seine Entstehung?
Eine bakterielle Infektion über eine Hautverletzung oder einen entzündeten Haarfollikel.
Reicht eine alleinige Antibiotikabehandlung aus?
In aller Regel nicht, da die Eiterhöhle abgekapselt ist.
Wie wird der Abszess behandelt?
Durch eine operative Eröffnung sowie eine begleitende antibiotische Behandlung.
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