Zahnkaries
Die Zahnkaries ist eine durch bakterielle Säureproduktion verursachte, fortschreitende Zerstörung der Zahnhartsubstanz, die zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit zählt. Unbehandelt kann sie sich vom Zahnschmelz über das Zahnbein bis in das Zahnmark ausbreiten und dort erhebliche Schmerzen sowie Komplikationen verursachen.
Veröffentlicht: 7. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Karies entsteht durch bestimmte Bakterien im Zahnbelag, die aus Zuckerresten der Nahrung Säuren produzieren, welche den Zahnschmelz allmählich entmineralisieren und auflösen. Häufiger Zuckerkonsum, unzureichende Mundhygiene, ein geringer Speichelfluss sowie eine unzureichende Fluoridzufuhr begünstigen die Kariesentstehung. Auch eine erbliche Veranlagung zur Zusammensetzung von Speichel und Zahnschmelz spielt eine Rolle.
Symptome
Im Frühstadium verursacht Karies meist keine Beschwerden und zeigt sich nur als weißlicher oder bräunlicher Fleck auf dem Zahnschmelz. Erreicht die Karies das Zahnbein, treten typischerweise Schmerzen bei Kälte, Wärme oder süßen Speisen auf. Ist bereits das Zahnmark betroffen, kommt es zu anhaltenden, oft pochenden Zahnschmerzen, die auf eine fortgeschrittene Entzündung hinweisen.
Diagnostik
Eine zahnärztliche Untersuchung mit Sondierung und Abtasten der Zahnoberflächen deckt die meisten Kariesläsionen zuverlässig auf. Röntgenaufnahmen der Zähne helfen, auch versteckte Karies zwischen den Zähnen oder unter bestehenden Füllungen zu erkennen, die bei der reinen Blickuntersuchung nicht sichtbar wäre.
Behandlung
Im Frühstadium, solange die Karies noch nicht in das Zahnbein vorgedrungen ist, kann eine Fluoridbehandlung die Läsion mitunter noch aufhalten oder rückgängig machen. Ist die Zahnhartsubstanz bereits geschädigt, wird die betroffene Stelle entfernt und mit einer Füllung versorgt. Bei fortgeschrittener Karies mit Beteiligung des Zahnmarks kann eine Wurzelbehandlung notwendig werden, um den Zahn zu erhalten.
Verlauf und Prognose
Bei rechtzeitiger Behandlung lässt sich Karies gut beherrschen und der betroffene Zahn in aller Regel erhalten. Bleibt Karies über längere Zeit unbehandelt, kann sie zu einer schmerzhaften Zahnmarkentzündung, einem Zahnabszess oder letztlich zum Zahnverlust führen. Durch konsequente Mundhygiene, eine zuckerarme Ernährung und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen lässt sich Karies weitgehend vorbeugen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Verursacht Karies immer Schmerzen?
Nein, im Frühstadium ist Karies meist beschwerdefrei; Schmerzen treten typischerweise erst auf, wenn sie das Zahnbein oder Zahnmark erreicht hat.
Kann man beginnende Karies rückgängig machen?
Solange die Karies noch nicht in das Zahnbein vorgedrungen ist, kann eine Fluoridbehandlung die Läsion mitunter noch aufhalten oder rückgängig machen.
Wie kann man Karies vorbeugen?
Durch konsequente Mundhygiene, eine zuckerarme Ernährung, ausreichende Fluoridzufuhr sowie regelmäßige zahnärztliche Kontrollen.
Was passiert bei unbehandelter, fortgeschrittener Karies?
Sie kann zu einer schmerzhaften Zahnmarkentzündung, einem Zahnabszess oder letztlich zum Verlust des betroffenen Zahns führen.
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