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Augen & Sehkraft

Veränderungen an den Hornhautmembranen

Die Hornhaut besitzt neben ihrer eigentlichen, für die Lichtbrechung entscheidenden Grundsubstanz mehrere dünne, mehrschichtige Grenzmembranen an ihrer Vorder- und Rückseite, die eine wichtige stützende und schützende Funktion für das darüber- beziehungsweise darunterliegende Gewebe übernehmen. Veränderungen an diesen Hornhautmembranen umfassen unter anderem eine Faltenbildung, feine Einrisse oder in ausgeprägteren Fällen eine teilweise Ablösung dieser Membranen von der übrigen Hornhaut. Da die betroffenen Membranen unmittelbar an der lichtbrechenden Vorderfläche des Auges liegen, können bereits geringfügige strukturelle Veränderungen die optischen Eigenschaften der Hornhaut spürbar beeinträchtigen und zu einer Herabsetzung der Sehschärfe führen.

Ursachen

Veränderungen an den Hornhautmembranen entstehen am häufigsten als Folge mechanischer Belastungen des Auges, etwa im Rahmen von Augenoperationen, insbesondere nach Eingriffen am grauen Star, bei denen die empfindlichen Membranen durch die operativen Instrumente oder den während des Eingriffs schwankenden Augeninnendruck beansprucht werden. Auch eine chronische Reizung durch das langjährige Tragen von Kontaktlinsen kann zu entsprechenden Veränderungen führen. Seltener entstehen sie im Rahmen bestimmter angeborener Bindegewebserkrankungen, die die Stabilität dieser dünnen Membranstrukturen von Geburt an beeinträchtigen, sowie als Folge wiederkehrender Entzündungen der Hornhaut.

Symptome

Die Symptomatik richtet sich nach dem Ausmaß und der Lage der betroffenen Membranveränderung. Bei geringfügigen, oberflächlichen Veränderungen bestehen häufig kaum Beschwerden, insbesondere wenn die zentrale, für das scharfe Sehen entscheidende Hornhautregion nicht betroffen ist. Bei ausgeprägteren Veränderungen, insbesondere bei einer teilweisen Ablösung der Membran, berichten Betroffene über eine zunehmend verschwommene oder verzerrte Wahrnehmung, gelegentlich begleitet von einer erhöhten Blendempfindlichkeit. Manche Betroffene bemerken zudem ein leichtes Fremdkörpergefühl, wenn die Membranveränderung mit einer Unregelmäßigkeit der Hornhautoberfläche einhergeht.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung mittels Spaltlampe, bei der die Hornhautmembranen in ihren einzelnen Schichten beurteilt werden können, wobei feine Faltenbildungen oder Einrisse häufig erst bei entsprechend hoher Vergrößerung sichtbar werden. Eine ergänzende, spezialisierte bildgebende Untersuchung der Hornhautschichten ermöglicht eine noch genauere Darstellung der betroffenen Membranstruktur sowie eine Beurteilung der Hornhautdicke, die durch entsprechende Veränderungen mitunter beeinflusst wird. Eine sorgfältige Anamnese zu vorausgegangenen Augenoperationen, Kontaktlinsentragen oder bekannten Bindegewebserkrankungen unterstützt die Einordnung der Ursache.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden sowie der zugrunde liegenden Ursache. Bei geringfügigen, beschwerdearmen Veränderungen ist häufig keine spezifische Behandlung notwendig, regelmäßige augenärztliche Kontrollen reichen aus, um ein mögliches Fortschreiten frühzeitig zu erkennen. Bei Beschwerden durch eine begleitende Oberflächenunregelmäßigkeit können befeuchtende Augentropfen sowie therapeutische Kontaktlinsen Linderung verschaffen, indem sie die Hornhautoberfläche glätten und schützen. Bei ausgeprägteren, die Sehschärfe deutlich beeinträchtigenden Veränderungen kann in seltenen Fällen ein spezialisierter operativer Eingriff an der Hornhaut erwogen werden, um die betroffene Membranschicht zu glätten oder zu stabilisieren.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf von Veränderungen an den Hornhautmembranen ist bei geringer Ausprägung meist stabil und beeinträchtigt die Sehschärfe auf lange Sicht kaum, insbesondere wenn die zentrale Hornhautregion ausgespart bleibt. Bei ausgeprägteren Veränderungen kann die Sehbeeinträchtigung im Verlauf zunehmen, wobei sich viele Fälle durch begleitende, konservative Maßnahmen wie befeuchtende Tropfen oder therapeutische Kontaktlinsen gut stabilisieren lassen. Eine regelmäßige augenärztliche Nachsorge, insbesondere nach vorausgegangenen Augenoperationen, ist sinnvoll, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig behandeln zu können.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo genau liegen die betroffenen Hornhautmembranen?

Es handelt sich um dünne, mehrschichtige Grenzmembranen an der Vorder- und Rückseite der Hornhaut, die eine stützende und schützende Funktion übernehmen.

Ist eine solche Veränderung immer mit Beschwerden verbunden?

Nein, geringfügige, oberflächliche Veränderungen verlaufen häufig beschwerdefrei, insbesondere wenn die zentrale Hornhautregion nicht betroffen ist.

Welche Rolle spielen Augenoperationen bei der Entstehung?

Insbesondere Eingriffe am grauen Star können durch operative Instrumente oder Schwankungen des Augeninnendrucks die empfindlichen Membranen beanspruchen.

Wie werden leichte Fälle behandelt?

Häufig genügen regelmäßige augenärztliche Kontrollen ohne spezifische Behandlung, bei Beschwerden können befeuchtende Augentropfen oder therapeutische Kontaktlinsen Linderung verschaffen.

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