Transitorischer Ileus beim Neugeborenen
Der transitorische Ileus beim Neugeborenen ist eine vorübergehende Darmträgheit ohne zugrunde liegende Fehlbildung, die zu einer verzögerten Darmpassage in den ersten Lebenstagen führt. Im Unterschied zu angeborenen Darmfehlbildungen löst er sich meist von selbst.
Ursachen
Die Darmträgheit entsteht durch eine vorübergehende Unreife der Darmbewegung, die insbesondere bei früh geborenen Kindern oder nach einer belastenden Geburt auftreten kann. Auch eine vorübergehende Störung des Elektrolythaushalts kann eine Rolle spielen.
Symptome
Betroffene Neugeborene zeigen einen leicht aufgetriebenen Bauch sowie einen verzögerten Abgang des ersten Stuhls, ohne die für eine echte Fehlbildung typischen ausgeprägten Beschwerden wie galliges Erbrechen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch die körperliche Untersuchung sowie eine Röntgenuntersuchung des Bauchraums gestellt, mit der eine echte mechanische Darmfehlbildung ausgeschlossen wird.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt abwartend mit engmaschiger Beobachtung, gegebenenfalls unterstützt durch eine sanfte Bauchmassage oder eine Anpassung der Nahrungsmenge. Eine Operation ist nicht notwendig.
Verlauf und Prognose
Der transitorische Ileus löst sich bei den meisten Neugeborenen innerhalb weniger Tage von selbst, sobald die Darmbewegung ihre reguläre Funktion aufnimmt. Die Prognose ist sehr gut.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Transitorischer Ileus beim Neugeborenen: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den transitorischen Ileus von einer echten Fehlbildung?
Er beruht auf einer vorübergehenden Darmträgheit ohne zugrunde liegende Fehlbildung und löst sich meist von selbst.
Welche Kinder sind besonders betroffen?
Insbesondere früh geborene Kinder oder Neugeborene nach einer belastenden Geburt.
Wie wird eine echte Fehlbildung ausgeschlossen?
Durch eine Röntgenuntersuchung des Bauchraums.
Ist eine Operation notwendig?
Nein, die Behandlung erfolgt abwartend.
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