Transitorische Hypertyrosinämie beim Neugeborenen
Die transitorische Hypertyrosinämie beim Neugeborenen ist ein vorübergehend erhöhter Spiegel der Aminosäure Tyrosin im Blut, der durch eine noch unreife Funktion eines Leberenzyms entsteht. Sie ist meist harmlos und normalisiert sich innerhalb weniger Wochen von selbst.
Ursachen
Die Erhöhung entsteht durch eine vorübergehende Unreife des Enzyms, das für den Abbau von Tyrosin in der Leber zuständig ist. Sie tritt gehäuft bei früh geborenen Kindern sowie bei einer proteinreichen Ernährung auf.
Symptome
Die meisten betroffenen Neugeborenen zeigen keine Beschwerden. In seltenen Fällen mit stark erhöhten Werten können eine Trinkschwäche oder eine vorübergehende Trägheit auffallen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Blutuntersuchung gestellt, bei der der Tyrosinspiegel bestimmt wird, häufig im Rahmen des Neugeborenenscreenings entdeckt.
Behandlung
Bei leichter Erhöhung ist meist keine Behandlung notwendig. Bei deutlich erhöhten Werten kann eine vorübergehende Anpassung der Proteinzufuhr sowie die Gabe von Vitamin C hilfreich sein, das den Abbau von Tyrosin unterstützt.
Verlauf und Prognose
Die Werte normalisieren sich bei den meisten Neugeborenen innerhalb weniger Wochen von selbst, sobald das zuständige Leberenzym seine volle Funktion erreicht hat. Die Prognose ist sehr gut.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Transitorische Hypertyrosinämie beim Neugeborenen: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wodurch entsteht die transitorische Hypertyrosinämie?
Durch eine vorübergehende Unreife des Enzyms, das Tyrosin in der Leber abbaut.
Welche Kinder sind besonders betroffen?
Früh geborene Kinder sowie Kinder mit einer proteinreichen Ernährung.
Wie wird die Erhöhung meist entdeckt?
Häufig im Rahmen des Neugeborenenscreenings.
Was kann bei deutlich erhöhten Werten helfen?
Eine Anpassung der Proteinzufuhr sowie die Gabe von Vitamin C.
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