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Verletzungen des Bewegungsapparats

Tennisarm (Epicondylitis)

Ein Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis) ist eine schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze der Unterarmstrecker am äußeren Ellenbogenknochen — entgegen dem Namen entsteht er bei den meisten Betroffenen nicht durch Tennis, sondern durch wiederholte, einseitige Belastung im Alltag oder Beruf.

Typische Symptome

Ziehende bis stechende Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die sich bei Greifbewegungen, Händedruck oder Anheben von Gegenständen verstärken — oft strahlt der Schmerz in den Unterarm aus. Die Griffkraft kann spürbar nachlassen, weil Bewegungen schmerzbedingt vermieden werden.

Wie er entsteht

Wiederholte, gleichförmige Belastung der Unterarmstrecker — etwa durch Bildschirmarbeit mit der Maus, handwerkliche Tätigkeiten, Musizieren oder eben Sportarten mit Schlagbewegung — führt zu kleinsten, sich summierenden Mikroverletzungen an den Sehnenansätzen, die eine schmerzhafte Reizreaktion auslösen.

Erstmaßnahmen

Die auslösende, wiederholte Belastung reduzieren oder pausieren, Kühlen in der akuten Phase, sowie entzündungshemmende Salben oder Tabletten bei Bedarf. Eine Ellenbogen-Bandage (Epicondylitis-Spange) kann die Sehnenansätze entlasten und wird von vielen Betroffenen als hilfreich empfunden.

Warum Geduld gefragt ist

Ein Tennisarm heilt oft nur langsam über Wochen bis Monate, weil Sehnengewebe generell schlechter durchblutet ist als Muskulatur und sich entsprechend langsamer regeneriert — vorschnelle Rückkehr zur belastenden Tätigkeit kann die Beschwerden immer wieder aufflammen lassen.

Weitere Behandlungsoptionen

Bei anhaltenden Beschwerden kommen gezielte physiotherapeutische Übungen (insbesondere exzentrisches Training der Unterarmstrecker), Stoßwellentherapie oder in ausgewählten Fällen Injektionen infrage — eine Operation wird nur sehr selten bei langanhaltender, therapieresistenter Beschwerdedauer erwogen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Muss man dafür wirklich Tennis spielen?

Nein, die überwiegende Mehrheit der Betroffenen entwickelt einen Tennisarm durch andere, alltägliche oder berufliche Belastungen — der Name stammt aus der historischen Erstbeschreibung bei Tennisspieler:innen.

Hilft eine Bandage wirklich?

Viele Betroffene empfinden eine Epicondylitis-Spange als spürbar entlastend, da sie den Zug auf die gereizten Sehnenansätze reduziert — sie ersetzt aber keine grundsätzliche Reduktion der auslösenden Belastung.

Wie lange dauert die Heilung?

Von wenigen Wochen bei konsequenter Schonung bis zu mehreren Monaten bei anhaltender Belastung oder chronischem Verlauf — die individuelle Dauer ist sehr unterschiedlich.

Sollte man den Arm komplett ruhigstellen?

Vollständige Ruhigstellung wird selten empfohlen — meist ist es sinnvoller, die konkret auslösende Bewegung zu meiden und gezielt schmerzfrei beweglich zu bleiben, statt komplett zu immobilisieren.

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