Spannungskopfschmerz
Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzform und äußert sich typischerweise als beidseitiger, drückender oder ziehender Schmerz von leichter bis mittlerer Intensität — anders als die Migräne verstärkt er sich in der Regel nicht deutlich bei körperlicher Aktivität.
Wie er sich von Migräne unterscheidet
Spannungskopfschmerz ist meist beidseitig, drückend statt pulsierend, und geht selten mit Übelkeit oder ausgeprägter Licht-/Geräuschempfindlichkeit einher — im Gegensatz zur Migräne (siehe eigener Artikel), die typischerweise einseitig, pulsierend und stärker beeinträchtigend ist.
Mögliche Auslöser
Muskuläre Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, Stress, Flüssigkeitsmangel, Schlafmangel, langes Sitzen in ungünstiger Haltung (z. B. am Bildschirm) und Augenbelastung werden häufig als begünstigende Faktoren genannt — meist wirken mehrere davon zusammen.
Was im akuten Fall hilft
Ausreichend trinken, frische Luft, Entspannungsübungen, sanfte Dehnung von Nacken und Schultern, sowie bei Bedarf frei verkäufliche Schmerzmittel nach Packungsbeilage können die Beschwerden lindern. Wärme im Nackenbereich wird von vielen Betroffenen als angenehm empfunden.
Wann er chronisch wird
Treten Spannungskopfschmerzen an 15 oder mehr Tagen im Monat über einen längeren Zeitraum auf, spricht man von chronischem Spannungskopfschmerz — hier ist eine gezielte ärztliche Abklärung und Behandlung sinnvoll, auch um einen durch häufige Schmerzmitteleinnahme selbst ausgelösten Kopfschmerz auszuschließen.
Vorbeugung
Regelmäßige Bewegung, Stressmanagement, ausreichend Schlaf, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und ausreichend Trinken können die Häufigkeit senken. Bei häufigen Spannungskopfschmerzen kann auch gezielte Physiotherapie für die Nackenmuskulatur helfen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft — Spannungskopfschmerz: Ursachen, Behandlung, Vorbeugung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie oft darf man Schmerzmittel gegen Spannungskopfschmerz nehmen?
Eine häufige, regelmäßige Einnahme (an mehr als etwa 10 Tagen im Monat über längere Zeit) kann selbst Kopfschmerzen auslösen (Medikamentenübergebrauch-Kopfschmerz) — bei häufigem Bedarf sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, statt die Einnahme dauerhaft in Eigenregie fortzusetzen.
Kann schlechte Haltung wirklich Kopfschmerzen auslösen?
Ja, muskuläre Verspannungen durch ungünstige Haltung — etwa langes Arbeiten am Bildschirm — gelten als einer der häufigen Auslöser oder Verstärker von Spannungskopfschmerz.
Wann sollte ein Spannungskopfschmerz ärztlich abgeklärt werden?
Bei erstmaligem, sehr starkem oder ungewöhnlichem Kopfschmerz, zunehmender Häufigkeit, Begleitsymptomen wie Fieber oder neurologischen Auffälligkeiten sollte immer ärztlich abgeklärt werden, statt vorschnell von einem harmlosen Spannungskopfschmerz auszugehen.
Hilft Kaffee gegen Spannungskopfschmerz?
Koffein kann bei manchen Menschen kurzfristig lindernd wirken und wird deshalb manchen Schmerzmitteln zugesetzt — bei regelmäßigem, hohem Konsum kann Koffeinentzug selbst aber auch Kopfschmerzen auslösen.
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