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Vergiftungen

Schwefelwasserstoffvergiftung

Die Schwefelwasserstoffvergiftung entsteht durch das Einatmen des Gases Schwefelwasserstoff, das beim Abbau organischer Stoffe entsteht und in Kanalisationen, Güllegruben und bestimmten industriellen Prozessen vorkommen kann. Besonders gefährlich ist, dass das Gas bei niedriger Konzentration zwar deutlich nach faulen Eiern riecht, bei hoher Konzentration jedoch den Geruchssinn rasch lähmt, sodass die Warnfunktion des Geruchs verloren geht.

Ursachen

Häufige Ursachen sind Arbeiten in Kanalisationen, Klärgruben, Güllelagern oder bestimmten Industrieanlagen, in denen sich Schwefelwasserstoff ansammeln kann. Da das Gas schwerer als Luft ist, sammelt es sich bevorzugt in tiefliegenden, schlecht belüfteten Räumen und Gruben an.

Symptome

Bei niedriger Konzentration verursacht das Gas Reizungen der Augen und Atemwege, Kopfschmerzen und Übelkeit. Bei hoher Konzentration kann es innerhalb von Sekunden bis Minuten zu Bewusstlosigkeit, Atemstillstand und Herzstillstand kommen, da das Gas den Geruchssinn lähmt und die Zellatmung im Körper blockiert.

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Diagnostik

Die Diagnose stützt sich in der akuten Situation vor allem auf die Umstände des Auffindens, etwa in einer Kanalisation oder Güllegrube, sowie die klinische Untersuchung mit Beurteilung von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf. Eine gezielte Labordiagnostik ist im Notfall zweitrangig gegenüber der sofortigen Behandlung.

Behandlung

Die Rettung aus der belasteten Umgebung darf nur durch Personen mit geeignetem Atemschutz erfolgen, da sonst die Gefahr besteht, dass weitere Personen ebenfalls bewusstlos werden. Nach der Rettung ist eine sofortige Sauerstoffgabe sowie, bei Atem- oder Herzstillstand, eine umgehende Wiederbelebung und intensivmedizinische Behandlung erforderlich.

Verlauf und Prognose

Bei niedriger Konzentration und rechtzeitigem Verlassen der belasteten Umgebung ist die Prognose meist gut. Bei hoher Konzentration verläuft die Vergiftung häufig sehr rasch und kann trotz schneller Rettung tödlich enden, weshalb Arbeiten in Risikobereichen nur mit entsprechenden Schutzmaßnahmen und Gasmessgeräten durchgeführt werden sollten.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist der Geruch von Schwefelwasserstoff kein verlässlicher Warnhinweis?

Weil das Gas bei hoher Konzentration den Geruchssinn rasch lähmt und dann nicht mehr wahrgenommen wird.

Warum dürfen nur geschützte Personen zur Rettung in die belastete Umgebung?

Weil sonst die Gefahr besteht, dass auch die Rettungspersonen bewusstlos werden.

Wo besteht ein erhöhtes Risiko?

In Kanalisationen, Klärgruben, Güllelagern und bestimmten Industrieanlagen.

Warum kann die Vergiftung so schnell tödlich sein?

Weil das Gas die Zellatmung im Körper blockiert und bei hoher Konzentration innerhalb von Sekunden bis Minuten zum Tod führen kann.

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