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Verdauung & Magen-Darm

Schmelzflecken (Mottled Teeth)

Schmelzflecken, im medizinischen Fachjargon auch als Mottled Teeth bezeichnet, sind weißliche, kreidige bis bräunliche Verfärbungen sowie Strukturveränderungen des Zahnschmelzes, die während der Entwicklung der Zähne entstehen sowie am häufigsten durch eine übermäßige Aufnahme von Fluorid in den ersten Lebensjahren verursacht werden, wenn sich der Zahnschmelz der bleibenden Zähne noch in der Bildungsphase befindet. Diese Verfärbungen, medizinisch als Dentalfluorose bezeichnet, entstehen durch eine Störung des normalen Mineralisierungsprozesses des Zahnschmelzes bei überschüssiger Fluoridzufuhr sowie stellen bei der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Kinder ausschließlich ein kosmetisches, jedoch kein funktionelles Problem dar.

Ursachen

Schmelzflecken entstehen am häufigsten durch eine übermäßige Aufnahme von Fluorid während der Entwicklung der bleibenden Zähne in den ersten sechs bis acht Lebensjahren, wobei eine Kombination aus fluoridhaltigem Trinkwasser, fluoridiertem Speisesalz sowie zusätzlichen Fluoridpräparaten oder einer übermäßigen Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta bei kleinen Kindern zu einer solchen übermäßigen Gesamtzufuhr führen kann. Ein häufiges Verschlucken von Zahnpasta durch kleine Kinder, die das Ausspucken noch nicht sicher beherrschen, trägt zu einer übermäßigen Fluoridaufnahme zusätzlich bei. Seltener können Schmelzflecken auch durch andere Ursachen, insbesondere bestimmte Infektionskrankheiten während der Zahnentwicklung, entstehen.

Symptome

Schmelzflecken äußern sich durch weißliche, kreidige Flecken oder Streifen auf der Zahnoberfläche, die bei einer stärkeren Ausprägung in bräunliche bis gelbliche Verfärbungen übergehen können. Bei einer sehr ausgeprägten Form kann der Zahnschmelz zusätzlich eine grubige, unregelmäßige Oberflächenstruktur aufweisen, die die betroffenen Zähne anfälliger für eine mechanische Abnutzung macht. Die betroffenen Zähne verursachen in aller Regel keine Schmerzen oder eine erhöhte Temperaturempfindlichkeit, wobei die Beeinträchtigung überwiegend das äußere, kosmetische Erscheinungsbild betrifft.

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Diagnostik

Die Diagnose der Schmelzflecken wird durch eine klinische zahnärztliche Untersuchung gestellt, bei der das charakteristische Muster sowie die Ausprägung der Zahnschmelzveränderungen beurteilt werden. Eine sorgfältige Befragung nach der Fluoridzufuhr während der frühen Kindheit, einschließlich der Fluoridkonzentration des örtlichen Trinkwassers sowie der Verwendung fluoridhaltiger Zahnpflegeprodukte, unterstützt die Einschätzung der zugrunde liegenden Ursache. Eine Abgrenzung zu anderen, seltener auftretenden Ursachen von Zahnschmelzveränderungen erfolgt anhand des charakteristischen Verteilungsmusters sowie der Vorgeschichte.

Behandlung

Die Behandlung der Schmelzflecken richtet sich nach dem Ausmaß der kosmetischen sowie funktionellen Beeinträchtigung, wobei leichte, kaum sichtbare Verfärbungen keiner spezifischen Behandlung bedürfen. Bei kosmetisch störenden Verfärbungen können eine gezielte Zahnaufhellungsbehandlung, eine Versiegelung der betroffenen Zahnoberfläche mit speziellen Kunststoffmaterialien oder, bei besonders ausgeprägten Fällen, eine Überkronung der betroffenen Zähne in Betracht gezogen werden. Eine sorgfältige, altersgerechte Dosierung der Fluoridzufuhr bei jüngeren Geschwisterkindern kann das Auftreten weiterer Schmelzflecken an noch in Entwicklung befindlichen Zähnen vorbeugend vermindern.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Schmelzflecken ist sehr gut, da es sich überwiegend um ein rein kosmetisches Problem handelt, das die Zahngesundheit sowie -funktion nicht relevant beeinträchtigt. Bei einer sehr ausgeprägten Form mit grubiger Oberflächenstruktur kann eine erhöhte Anfälligkeit für eine mechanische Abnutzung sowie in seltenen Fällen für Karies bestehen, weshalb eine sorgfältige Zahnpflege sowie regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen empfohlen werden. Eine bewusste, altersgerechte Fluoridzufuhr während der Zahnentwicklung weiterer Kinder in der Familie kann das erneute Auftreten von Schmelzflecken wirksam vorbeugen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch entstehen Schmelzflecken meist?

Durch eine übermäßige Fluoridaufnahme während der Entwicklung der bleibenden Zähne in den ersten Lebensjahren.

Verursachen Schmelzflecken Schmerzen?

In aller Regel nicht, sie betreffen überwiegend das kosmetische Erscheinungsbild.

Was trägt bei kleinen Kindern zu einer übermäßigen Fluoridaufnahme bei?

Ein häufiges Verschlucken von Zahnpasta, da das sichere Ausspucken noch nicht beherrscht wird.

Wie können kosmetisch störende Verfärbungen behandelt werden?

Durch eine gezielte Zahnaufhellung, eine Versiegelung oder eine Überkronung.

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